PMMA von LG Erfahrungen?

    • PMMA von LG Erfahrungen?

      Hallo zusammen,

      wir fertigen schon seit vielen Jahren Displays und Gläser aus PMMA 7H von Evonik (früher Röhm). Das läuft bei uns absolut stabil und problemlos. Jetzt haben wir aus Kostengründen PMMA von LG bekommen, ich meine ih830 war die Typenbezeichnung. Bei diesem Material treten plötzlich Probleme mit Belag in den Kavitäten auf, so das man ständig die polierten Kavitäten reinigen muss?! Würde mich über Erfahrungsberichte und Tips um das Problem eventuell in den Griff zu bekommen freuen.
      Kann es sein das dieses Material qualitativ wirklich so viel schlechter ist als das von Evonik?

      Gruß Goro
    • Kann sein, kann auch nicht sein. Die PMMA´s von Röhm (und in der Folge von Evonik) sind auf jeden Fall für ihre sehr gute Qualität bekannt.

      Es muss aber auch geprüft werden, ob das neue Material vielleicht mit ganz anderen Parametern verarbeitet werden muss. Einfach austauschen ist meistens nämlich nicht.
      MfG. petersj
    • Ja das wäre interessant zu wissen ob dieses Problem generell besteht bei diesem Material oder ob wir irgendwas extrem falsch gemacht haben bei den ersten Versuchen. Was mir noch aufgefallen war ist das sich in den Angüssen viele Blasen gebildet haben das ist auch untypisch für PMMA, denke ich. Getrocknet haben wir bei 80°C in einem neuen Trockenlufttrockner.
      Hoffe das sich noch jemand meldet der Erfahrung mit diesem Material hat. LG PMMA IH830
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    • Guten Morgen Goro,

      eine wichtige Frage wäre, sind das wirklich Luftblasen oder event. Gasförmige einschlüsse?

      Wenn es luft sein sollte sollte man mit folgenden Einstellung an den Parameter dies feststellen können.
      Sprich es sollte sich was verändern.

      Dekompressionentlastung anpassen, verlangsamen und/oder reuzieren falls eingestellt. ( Schneckenrückzug )
      Staudruck anpassen, +
      Flanschtemperatur mal überprüfen ob die Vorgaben vom Materialanbieter passen ?

      Eventell mal mit den Einspritzgeschw. ein wenig spielen und schauen wohin diese wanderen.

      Gruß

      The Problem Solver 8)
    • Hallo Solver,

      danke für die Einschätzung. Ich werde das beim nächsten Versuch auf jeden Fall testen. Also sollten die Blasen nicht beeinflussbar sein wären es gasförmige Einschlüsse wenn ich das richtig verstanden habe. Diese könnten dann wahrscheinlich höchstens noch durch besseres Vortrocknen vermindert werden, oder gar nicht?

      Gruß Goro
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    • Hallo Petersj,

      danke für das Datenblatt das ist sehr hilfreich, ich hatte leider noch keins im Netz gefunden. Das mit dem MVR Wert ist wirklich interessant. Wir verarbeiten auch 8Nle von Evonik ich muss mich mal informieren wie da die Unterschiede des MVR Wertes im Vergleich zu 7H sind. Was mir noch aufgefallen ist und das Problem verursacht haben könnte ist die angegebene Werkzeugtemperatur von 70-80 °C. Wir haben das 7H immer bei 20-40 °C gefahren. Das bringt mich jetzt auf jeden Fall weiter bei den nächsten Versuchen.

      Gruß Goro
    • Wenns so mit den eigentlich verarbeitungswerten nicht klappt nehm ich immer das Material-Datenblatt zur Hand vielleicht kann man da ja schon ein Fehler bei der verarbeitung sehn... wir hatten mal öffter das Problem bei Blasenbildung das der Einzug zu kalt temperiert war ... dann einfach mal falls es nicht schon ist einzug auf 50-60 C heizen
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