Berufseinstieg im Familienbetrieb

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    • Berufseinstieg im Familienbetrieb

      Hallo alle zusammen,
      ich bin Masterstudent im Bereich ,,Polymertechnology" im 2 Semester und soll nächstes jahr im elterlichen Betrieb als Produktionsleiter der Spritzgießerei anfangen. Worauf ich mich auch freue. Da ich sehr viel hier im Forum herum stöbere und von dessem Qualität überzeugt bin wende ich mich an die community hier.
      Meine Frage:
      Ich bin meiner Meinung etwas Betriebsblind ( soll heißen ich sehe manche sachen schon als Normal an die vllt nicht normal sind XD^^), auf was würdet ihr achten wenn ihr neu in ein Unternehmen als Produktionsleiter kommen würdet ?
      Dadurch das wir uns stark vergrößern werden wird diese Stelle jetzt erschaffen dh es kann mich auch kein vorgänger einarbeiten da diese Stelle neu ist.
      Mit der momentanen Belegschaft an einstellern verstehe ich mich gut und diese kennen mich auch seid ich klein bin.
      Mein problem ist das ich mir nicht sicher bin ob ich das hinbekomme und ich die in mich gelegten hoffnungen nicht erfüllen kann. Deswegen schreibe ich euch um vielleicht ein paar hilfreiche tipps bekomme, wie euer anfang war oder eure ersten erfahrungen?
      Ich hoffe ich habe alles verständlich geschrieben, falls nein fragt einfach nach.

      Danke schonmal im vorraus
    • Erst einmal, viel Glück bei der ganze Sache!!
      Da Du Dir schon vorab Gedanken über die Gesamtsituation machst, ist positiv zu werten.

      Ein guter Rat von mir ist, neben allen betrieblichen Abläufen ect. dass Du den "guten Draht" zu den Mitarbeitern nicht verlierst. Du schreibst, dass Du mit der Belegschaft gut zurecht kommst. Bald bist Du deren Vorgesetzter, das wird des oftmals zu Handlungen drängen (müssen), die Du als Nichtvorgesetzter vielleicht anders machen würdest. Ist leider so. Es wird Dein Tun also nicht vereinfachen, aber wenn Du immer ein offenes Ohr für die Mitarbeiter hast und ihnen Spielräume sowie Entscheidungsfreiheiten lässt, wirst Du ein motiviertes Team haben, was hinter Dir und der Firma steht. Soetwas ist Unbezahlbar, wird aber häufig unterschätzt!

      Also, alles Gute :)
      MfG

      qs
      (Moderator)
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    • meine unmaßgebliche Antwort,
      arbeite rst mal in einem andern Betrieb für 3 bis 5 Jahre,
      das könnte Deine Position wesentlich verbessern (wenn Du grundsätzlich für dern Job geeignet bist)
      Nichts für ungut, aber als Anfänger in den eigenen Betrieb einsteigen halte ich für eine schlechte Idee.
      Gruß
      Hans
    • Hallo @Flexipolymer,

      ich gebe da @Preform recht: Sammel min. 2 Jahre Erfahrung in einem anderen Betrieb, möglichst in einem Spritzguss-Unternehmne, welches global aufgestellt ist. Ich weiss nicht, wie groß Euer Betrieb ist, aber in einem globalen Unternehmen wirst Du erfahren, wie "diese Unternehmen ticken". Das ist für Deine Zukunft wichtig, da global agierende Unternehmen zu Deinen Kunden gehören werden . . . Passend wäre ein Spritzgussunternehmen, wo Du in der Verfahrenstechnik(!!) 2 Jahre Prozess-Erfahrungen sammeln solltest.

      Zusätzlich bleibst Du immer für die Mitarbeiter, die Dich "von klein auf" kennen "der Kleine" und wenn Du dann nicht mit FACHKOMPETENZ(!!) auftreten kannst, wirst Du zwar im Boot sitzen, aber am "Ruder der wertschöpfenden Prozesse" sitzen dann Deine Mitarbeiter . . . . dieses schwere Los haben übrigens leider viele Spritzereileiter, die meinen, man könnte eine Spritzerei nur mit Kenntniss und gutem Einsatz von Kennzahlen führen.

      Gerade als Spritzereileiter bist Du Deinen Verfahrensleuten ausgeliefert, wenn Du keine "Prozesskompetenz" hast!! Die wenigsten Mitarbeiter werden, und das ist verständlich, nicht immer ihr Tun und Handeln mit dem Blickwinkel eines Unternehmers ausführen, auch dieses muss Dir klar sein.

      Und denke immer dran: Die Effizienz einer Spritzerei hängt nicht vom guten Kunststoffwissen ab sondern vom richtigen Prozesswissen!

      MfG HHB
      HHB
    • Hallo Behrens u. Preform,
      danke für den tipp. Wenn ich meinem Freundeskreis mein problem schilder bekomm ich immer das gleiche zu hören, daher hab ich auf so eine antwort mehr oder wenig gewartet :D . Ich stimme euch bei eurer Meinung voll zu, jedoch möchte ich eine gegenfrage stellen?
      Prozesskompetenz ist eurer Meinung wie definiert? (ich hab angst ich hör mich an wie der letzte theoretiker :rolleyes: )
      Praktisches wissen, sprich einstellen Parameter, Funktion usw?
      Maschinenkenntnise in form von Steuerungen usw?
      Welche parameter gibt es und wie wirken diese sich aus? (theorie vs. praxis)
      Steuerung einer Fertigung?
      Materialwirtschaft?
      ....., oder alles zusammen?
      Ich habe in meiner bisherigen Laufbahn immer einen GroßenBogen um meinen elterlichen betrieb gemacht ( Arbeitsvertragtechnisch), aber als familien mitglied steht man halt auch nach der regulären arbeit am We im Betrieb. = Ich habe regulär noch nie bei uns gearbeitet, Ausbildung als Industriemechaniker in einem Hohlkörperblasform-Maschinenhersteller (dort auch ein halbes Jahr gearbeitet), Praxissemester (Spritzgießerei eines sternhaltigem Automobilherstellers ;) ), Abschlussarbeit (Werkzeugplanung/konstruktion/simulation/bau/abmusterung/Verbauversuche in der hochschule in eigenregie mit anschließenden Ultraschallschweißversuchen), Masterarbeit ( Untersuchen von Talkum Entmischung bei PP Bauteilen auf der Sichtfläche, dürfte manchen vielleicht bekannt vorkommen :P ). Ich bin der Meinung das es jetzt reicht 8) und es Zeit wird heim zu gehen. Ich bin mir bewusst das es nicht leicht wird und ich definitiv fehler machen werde ( niemand ist perfekt), aber ich möchte den schaden gering halten :rolleyes: .

      Das mit dem kleinen ist auch ein super Punkt, mein Problem ist das mich jeder mit Vorname anspricht ( das find ich persönlich gut). Ich habe aber festgestellt das ein gesunder persönlicher Abstand zu den mitarbeitern in Form von ,,Sie" von Vorteil ist. Ich kann doch aber nicht sagen ich bin jetzt dein chef und jetzt bitte nur noch Herr.

      Ps: Bin froh das gerade nach und nach Einträge kommen, hab die erste Woche gedacht ich hab hier so ein langweil Thema gestartet. Bin deshalb sehr froh das ich hier zu diesem Thema mit nicht befangenen Leuten schreiben kann.

      Danke für die Einträge

      Mit freundlichen Grüßen
      Flexipolymer
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