Maschinenfähigkeit

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    • Maschinenfähigkeit

      Hallo Gemeinde,


      ich habe in kürze das Vergnügen bei einem neuem Projekt die Fähigkeit zweier Maschinen nachzuweisen.
      Jetzt meine Frage:
      Wie verhält es sich mit den Toleranzen der verschieden Parameter?
      Wenn ich zum Beispiel den Parameter "Einspritzeit" nehme,
      wie hoch wären da die Toleranz in % (oder wie wird das bei euch gehandhabt)
      Jetzt noch was, wie verhält sich die Toleranz zwischen einer 700 to. mit 5000 Spritze und einer 240 to. 1300 Spritze.

      Danke und Gruß
      Christian
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    • Solche Maschinenfähigkeitsnachweise musst du sinnvoller Weise mit jeder der betroffenen Maschinen und möglichst mit dem zu verwendenden Werkzeug (Werkzeug des Kunden) durchführen. Dazu sollte man sich geeignete Parameter aussuchen, die von der Maschine in einem entsprechenden Protokoll automatisch dargestellt werden können. Dazu zählen z.B. Werkzeuginnendruck zu einem bestimmten Zeitpunkt, Umschaltdruck, Massetemperatur (im Massestrom in der Düse gemessen), Zykluszeit, etc. Man sollte sinnvoll ausreichend Werte sammeln und diese in einer Statistik auswerten. Beispielsweise lässt man die Werte von der Maschine jeden 10ten Schuß aufzeichnen (sonst hat man wieder zu viele Werte). In den Statistiken erhält man dann einen Minimal- und einen Maximalwert. Aus allem anderen kann man dann die sogenannte "Standardabweichung" berechnen. Die Grafiken der Statistik sollten zeigen, ob die Werte beispielsweise konstant ansteigen oder abfallen. Das würde dann z.B. auf Verschleiß hindeuten. Die "Toleranzen" könnt ihr dann selbst oder in Absprache mit dem Kunden festlegen. Sie sollten allerdings deutlich kleiner als der Max- und Minwert sein. Laufen die Werte über eine längere Zeit konstant innerhalb der festgelegten Toleranzen hat man die Prozessfähigkeit der Maschinen nachgewiesen. Das sind aber nicht nur 2-3 Tage, da braucht´s schon ein wenig mehr.
      Du musst diese Toleranzen nicht zwangsläufig in % festlegen. Klar: Tolereanz +-10% bei der maximalen Einspritzgeschwindigkeit macht auch noch Sinn. Aber bei Parametern wie der Massetemperatur würde ich schon feste Temperaturen (z.-B. +-3°C) angeben. Weil; sonst geht die Diskussion über etwaige Grenzen wieder los (sind 44.41mm/sec noch gut oder schon schlecht wenn aus der Rechnung per % als Wert 44,405mm/sec heraus kommt).
      Und dieses Theater must du bei unterschiedlich großen Maschinen zwangsläufig dann separat durchführen. Macht auch wirklich Sinn, denn die Maschinen arbeiten entsprechend unterschiedlich. U.U. wird der Kunde sowieso versuchen, deine festgelegten Toleranzen noch zu senken. Das müsst ihr dann entsprechend fundiert diskutieren.
      Du kannst diesen Nachweis allerdings auch mit einem dem Kunden nicht zugehörigen Werkzeug versuchen zu erbringen. Sollte das Werkzeug des Kunden dann aber eine "Krücke" sein und die Toleranzen lassen sich nicht mehr einhalten, gibt es auch wieder Reibungspunkte.
      MfG. petersj
    • Maschinenfähigkeit

      Nimm doch einfach die Excel-Vorlage hier :

      spritzgussweb.de/software/Maschinenfaehigkeit.xls


      Du füllst einfach auf der Seite Eingabe die gelben Felder aus.
      Obere Toleranz - Nennmaß . Untere Toleranz

      Je nach Merkmal prüfst du die Fähigkeit:
      z.B.: Einspritzzeit - Die Maschine ist fähig die Einspritzzeit innerhalb der vorgegebenen Toleranz zu halten.
      z.B.: Ein Maß am fertigen Teil - Die Maschine ist fähig das Teil in der Toleranz herzustellen.

      Du musst dich nur entscheiden welche Fähigkeit du prüfen willst.
      Und das immer pro Teil oder pro Maschine.
      Gruß Benno :P