Werkzeugtemperierung MuCell

    • Werkzeugtemperierung MuCell

      Hallo Zusammen!

      Wir fertigen in unserer Firma schon seit längerem Bauteile für die Automobilindustrie mit dem MuCell Verfahren.

      Mein Wissensstand ist, das im Mucell Prozess eine niedrigere Werkzeugtemperatur gefahren wird im Vergleich zum Kompakt-Spritzguss,da dies positiv für die Schaumbildung ist.

      Wir schäumen hauptsächlich PA6 sowie PA6.6 mit GF Verstärkung zwischen 25 und 40% und einer Werkzeugtemperatur von 20-45°C.

      Was sind die Richtwerte? Gibt es jemanden der Erfahrungen damit hat?

      Freue mich auf antworten ;)

      Gruß,
      Reawen
    • Servus und Willkommen.

      Oben rechts einfach mal mucell in die Suche eingeben, da kommen ein paar Treffer.
      Vllt ist schon was interessantes dabei.

      ;)
      ..:: Gruß von Kuka ::..
      ..:: Alle sagten es geht nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste, und tat es ::..
    • Moin,
      Deine Aussage ist vollkommen richtig.

      Durch das MuCell Verfahren wird die Viskosität gesenkt. Gleiche Kristalinitätsgrade, die oft mit den maximalen physischen Eigenschaften einhergehen, können so mit niedrigeren Werkzeug- sowie Massetemperaturen realisiert werden. Dadurch lässt sich auch ordentlich Zykluszeit sparen.

      Wir fahren Grundsätzlich mit Kaltwasser (12°C). Auch bei Materialein wie ABS und PA. Konnten bisher noch keine negativen Erfahrungen im Bezug auf die Eigenschaften des Material feststellen.
      Gruß HK
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    • Danke für die hilfreiche Antwort!
      So geht es mir auch. Einzig die Oberflächenqualität steigt mit zunehmender Werkzeugtemperatur meiner Erfahrung nach.

      Wie sehen bei euch die Verarbeitungstemperaturen aus?
      Nach mehreren defekten Schnecken und RSP's haben wir bei uns die Erfahrung gemacht die Kunststoffe generell um einiges heißer zu verarbeiten (20-30°C) im Vergleich zum Kompaktspritzguss, um eben diesem starken Verschleiß vorzubeugen.

      Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
    • Reawen schrieb:

      Danke für die hilfreiche Antwort!
      So geht es mir auch. Einzig die Oberflächenqualität steigt mit zunehmender Werkzeugtemperatur meiner Erfahrung nach.


      Das ist richtig. Ist bei unseren Teilen zum Glück nicht ausschlaggebend. ;)

      Verarbeitungstemperaturen:
      PS: 210°C
      ABS: 230°
      PA: 250°C

      Es ist zwar grundsätzlich erhöter Verschleiß vorhanden, aber dieser hält sich wiederum in Grenzen. Eine RSP hält bei uns gut 2 Jahre. Das ist vollkommen in Ordnung.
      Gruß HK
    • Hallo zusammen,

      das ist interessant...wir hatten vor kurzem die Herren von Trexel bei uns im Hause um über Mucell zu sprechen. Eine sehr interessante Methode wie ich finde..wahrscheinlich wird das auch immer mehr kommen...

      So wie ich das verstanden habe gibt es bei PA bei zu niedriger WZ Temp Oberflächenprobleme...man kann das aber wohl dann über T Erhöhung wieder verbessern..

      Interessant fand ich auch die Aussage das es (messbar) in den ersten Tagen (teilweise Wochen) zum Ausgasen von dem Gas kommt (Stickstoff wird es wohl bei den meisten sein).
      Meine Frage wäre hier, wenn das Gas "ausdampft" nimmt es bei PA zb Restmonomer wie Caprolactam bzw auch andere Additive was man im System hat mit an die Oberfläche...das hieße ja eine am Anfang höhere Migration als später...
      Hat das schonmal jemand feststellen können? Also gibt es da irgendwie Belag Probleme im WZ?

      Schönen Gruß
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