Verbinden von PP Formteil mit PP Gittergewebe

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    • Verbinden von PP Formteil mit PP Gittergewebe

      Erstmal ein Hallo an alle Foren-User! :)

      Ich wende mich an euch da Ihr ein unschlagbares Know-How in Sachen Kunststoff und dessen Verarbeitung habt.

      Wir haben ein kleines Projekt am Laufen, für das wir PP-Formteile anfertigen haben lassen.
      docs.google.com/open?id=0B_9KMqczwaYoRkVVbERzbWstNE0

      Diese werden in Reihen untereinander, mit genauen Abständen angereiht und sollen jetzt mit einem Träger-Gewebe aus PP verbunden werden.
      Wir haben bereits die schmerzliche Erfahrung gemacht das sich PP kaum bis gar nicht kleben lässt. Leider zu spät. Auch ein spezielles beidseitiges Klebeband (für PE, PP ausgerichtet) hat nur kurzfristigen Erfolg bescherrt.

      Hier nochmal ein Foto von der Negativplatte auf dem die Formteile aufgereiht werden und dem Gittergewebe:
      https://docs.google.com/open?id=0B_9KMqczwaYoUXdGR3c4YnJNVDg
      https://docs.google.com/open?id=0B_9KMqczwaYob1NldjdGRkswczQ


      Wir suchen nach einem schnellen und effizienten Verfahren um die Formteile mit dem Gittergewebe dauerhaft und stabil, zu verbinden.

      Die Werkstoffe mit Hitze zu verschmelzen, hat wegen dem feinen Gittergewebe nur mäßigen Erfolg gebracht, da es sich eher auflöst als mit dem Formteil zu verbinden. Teilweise hat es aber recht gut funktioniert!

      Neben dem Gittergewebe, wären auch zugeschnittene vertikale dünne Plättchen eine Alternative (1x5x400mm), um den Abstand zu halten und so eine Art Gitter entstehen zu lassen.

      Die Fragen wäre dann aber auch, wie man beide zusammenführt. ?(


      Wir wären echt froh, wenn ihr uns ein paar Tipps geben könntet.
      Leider sind wir schon leicht am verzweifeln. :(


      LG
      Prophatt

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Prophatt () aus folgendem Grund: Bild-Links überarbeitet Bild-Links überarbeitet

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    • Prophatt schrieb:

      Wir haben bereits die schmerzliche Erfahrung gemacht das sich PP kaum bis gar nicht kleben lässt. Leider zu spät.

      Ja ja, böses Polyolefin. Will sich einfach nicht kleben lassen :D

      Auch von meiner Seite ein herzliches Willkommen in der grossen Welt des Kunststoffes.
      Wenn ich mir die Bilder anschaue sage ich aus erste Instanz einmal heraus, dass Du um Hitze nicht umhin kommst.
      Sinnvoll wäre es, beide Oberflächen unterschiedlich in Temperatur, Zeit und Druck zu behandeln und dann zu verbinden.
      Vielleicht wäre es auch möglich, ein Gewebe einzusetzen, welches ein engeren Abstand hat?

      Wie viele musst Du den fertigen?
      Ist das eine grosse Serie?
      Wie muss die Rückseite beschaffens ein? Glatt? Oder darf diese auch uneben sein?

      M.f.G. Otl. E.
      "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" und "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom"
    • Hi Otl. E.!

      Danke schön! :)

      Ach, was wir schon an Kleberein hatten. Obwohl wir den Produzenten gesagt hatten, das es geklebt werden soll. Naja, wieder was dazu gelernt... :pinch:


      Hitze ist mir an sich Recht. Wie gesagt, haben wir es mit einem regelbaren Lötkolben, zu Testzwecken, mit Temperaturen von 150° - 220° probiert. Entweder war die Temperatur zu wenig oder zu viel so das es das filigrane Gittergewebe weggeschmolzen hat. Dieses Gewebe zu finden war leider schon sehr schwierig, da es ebenfalls aus transluzenten PP besteht. Die Transluzenz des Trägers ist uns wichtig, es sei denn es nimmt keine größere Fläche ein.
      Ca. 150 - 200 Stück müssten wir fertigen. Ohne ein festes Verfahren, kann das ziemlich aufwendig werden.

      Die Rückseite kann ruhig uneben sein. Die Transluzenz sollte jedoch erhalten bleiben.

      LG
      Prophatt
    • Hitze einbringen ist nicht so einfach.
      Das Teil und das Gewebe nimmt ja unterschiedlich Wärem auf, darum hatt ich ja geschrieben mit unterschiedlicher Temperatur, Zeit und Druck.
      Bei einer so geringen Anzahl an Teilen lohnt sich natürlich ein grösserer Einsatz nicht.
      Was ich mir noch vorstellen könnte, ist der Einsatz eines kleines Schweissgerätes.
      Meines Wissens nach, gibt es die für wenig Geld im Baumarkt bzw. anderweitigen Anbietern im I-Net z.Bsp. hier:

      leister.com/de/news.html?type=news&category=archive&news=10

      Meist haben die Geräte auch verschiedene Düsen im Lieferumfang wo man etwas experimentieren kann.
      Ich könnte mir jedoch auch vorstellen, die Teile mittels eines dünnen Schweissdrahtes aus PP zu verbinden, kenne jedoch die Anwendung des komplexen Bauteils jetzt nicht.

      Was auch noch gehen würde, wenn Du über die Teile Dein Gewebe legst und auf die Teile nocheinmal dünne Plättchen aus PP.
      Diese dann mit Hitze beaufschlagen, das Gewebe sollte sich dann mit Teil und Plättchen verbinden und halten.
      Wird sicherlich eine kleine Übung wert sein...
      Halt uns auf dem laufenden.

      Kann mir jedoch gerade nicht vorstellen, dass es kein anderes gewebe aus PP geben sollte, habe nur keine Zeit mehr um zu recherchieren.


      Otl. E.
      "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" und "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom"
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    • Hi Otl. E.!


      Danke erstmal für die Tipps und Infos.

      Ja das dachte ich mir schon, das dass mit der Hitze schwierig werden könnte. Aber das mit den Plättchen ist ein Weg den ich auch schon überlegt hab, und ich werde dem auf jeden Fall mal nachgehen!

      Bei den Kunststoffschweißgeräten, gibt es da auch transluzente farblose Schweißdrähte? Habt ihr da vielleicht einen Tipp?

      Schlimmsten Falls, müssten wir neue Forme fertigen lassen. Aber erstmal alles probieren, was im Möglichen liegt! :)

      LG
      Proph
    • Prophatt schrieb:

      Bei den Kunststoffschweißgeräten, gibt es da auch transluzente farblose Schweißdrähte? Habt ihr da vielleicht einen Tipp?

      Da bin ich jetzt auch etwas überfragt muss ich sagen.
      Herstellen lässt er sich auf jeden Fall, musst Du halt mal die Hersteller abfragen.
      Da wird jedoch wieder das Problem auftauchen, dass Ihr nur eine geringe Menge benötigt.
      Jedoch, Fragen kostet nichts.

      Am Ende Eurer Testreihe würde mich (und sicherlich andere auch) ein Ergebnis interessieren.
      Wäre schon Interessant.


      Otl. E.
      "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" und "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom"
    • Hallo,

      ja wir haben uns etwas umgehört aber die Preise der Schweißgeräte würden einer Kleinserie in Asien gleichkommen. :)

      Wir haben auch versucht mit verschiedenen Hitzeeinwirkungen die 2 Materialen zu verbinden aber das ist schier unmöglich mit diesen Methoden.

      Als letzte Alternative bleibt, ein leichtes weitmaschiges Mettalgewebe anstatt des Kunststoffgewebes zu verwenden.
      Die Hitzeverarbeitung bei Metall + Kunststoff ist wohl die einfachere Methode, weil Metall die Wärme sehr gut aufnimmt und erst nach und nach wieder abgibt. Die Frage ist, wie verbindungsfreudig ist PP mit dem Metallgewebe?


      Habt ihr hier vielleicht Tipps wie man das angehen könnte?


      Danke schon mal &
      LG
      Proph
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    • Hallo Prophatt,

      wie sieht es da mit Ultraschallschweissen aus? Dabei entsteht ja nur Wärme im Wirkbereich der Sonotrode. Bei Gießharzen hättet ihr ähnliche Probleme wie beim Kleben, da es ja auf die gleichen Adhäsionskräfte an kommt denke ich.

      M.f.G.
      T. aus S.
      Grüße :thumbup:
    • Hallo T. aus. S.,

      mit Ultraschallschweissen habe ich absolut keine Erfahrungen. Klingt logisch, hört sich aber verdammt teuer an...?
      Irgendwelche Geräte die du empfehlen könntest?

      Ok, danke für den Hinweis. Wir haben mittlerweile mit der Hitzeverbindung Fortschritte gemacht. Ein stärkeres Gewebe hat bessere Resultate gezeigt.
      Jetzt suchen wir halt noch eine Möglichkeit, die beiden Kunststoffe schnell miteinander zu vereinen.

      Danke nochmal für den Tipp!


      LG
      Prophatt
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    • Prophatt schrieb:

      Klingt logisch, hört sich aber verdammt teuer an...?

      Richtig!!!
      Darum hatte ich es erst gar nicht erst in Erwägung gezogen.
      Für eine Serie von 150 - 200 Stück ist es eine Geldvernichtungsmaschiene, wenn man auf Ultraschall geht.
      Es stehen zwar nirgend wo Abmassze für das Teil, ich versuche mir jetzt doch erst gar nicht erst die Maschine samst Sonsotrode vor zu stellen.

      Ultraschall als Einsatz, halte ich für taktisch unklug.


      Otl. E.
      "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" und "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom"