Schwindung bei PP GF30 auch negativ möglich?

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    • Aber es hilft dem Kunden doch überhaupt nicht, wenn ich ihm eine Schwindung von x% bei einem Werkzeuginnendruck von ybar angebe. Das Werkzeug, dass nach der Norm verwendet werden soll (welches wir daher auch benutzen) gibt die ungehinderte Schwindung an. Also die Schwindung in einem Werkzeug ohne Stege und Rahmen. Damit kann eigentlich niemand wirklich etwas anfangen - aber die Norm will es so. Aber der Kunde wird in seinem Werkzeug auf jeden Fall einen ganz und gar abweichenden Werkzeuginnendruck fahren. Zumal er - wenn er einen Werkzeuginnendrucksensor zum Umschalten auf Nachdruck benutzt - diesen recht weit am Fließwegende, also auch am Ende einer Kavität, eingebaut hat. Dort wird der Werkzeuginnendruck aber deutlich niedriger sein als dort, wo er nach der Norm gemessen und dann auch angegeben wurde. Daher kann der Kunde eher was mit der eingestellten Nachdruckhöhe anfangen, denn der wirkt auch am Eingang der Kavität. Zumal der Nachdruck gravierenden Einfluß auf die Schwindung hat (siehe Anhang). Das wird aber in der Norm in keiner Weise berücksichtigt. Im Gegenteil: Der Nachdruck kann beliebig gewählt werden und nimmt zwar Einfluß auf den Werkzeuginnendruck (Messpunkt 1 sec nach Nachdruckbeginn), kann aber nach 2 Sekunden, auch wenn der Siegelpunkt noch nicht erreicht ist, wieder weggeschaltet werden.

      Lange Rede kurzer Sinn: Nicht jede Norm ist wirklich sinnvoll. Sie kann nur einen Hinweis auf eine gewisse Messmethode liefern,mit der man arbeiten kann. Deswegen stellen wir im Zweifelsfall die Schwindung wie im angehängten File dar. Auch natürlich in %-Angaben. Ach den ID haben wir eine Zeil lang anstatt des ND angegeben. Bis mal jemand sagte, dass der ID kaum Anwender glücklich machen würde.
      MfG. petersj
    • Habt ihr eine sogenannte Arbeitsanweisung über diese Methode? Würde die gerne mal bei uns im Arbeitsumfeld vorstellen.
      Leider ist es ja so das Die meisten Kunden auf DIN-Normen stehen und das sie dem Formbauer der das Werkzeug baut solche angaben geben...

      Bei uns sind wir momentan in langen diskussionen über dieses methode der DIN

      Aber woher weiss ich denn bei einem neuen Aufbau bzw Baues eines Werkzeug z.B welchen ND ich als Produktion einsetzen werde auch wenn ich vieleicht mit ein paar Flow-Programmen dieses simulieren will und kann. Gerade bei GF,FC,CF oder ähnlichen Füllstoffen finde ich diese Programme doch sehr ungenau. Also kann ich mich doch mehr auf eine schwindung bei bestimmten bedingungen verlassen und dem Werkzeugbauer das so in Auftrag geben.
      Bis bald

      :D :) :thumbsup: :thumbup: :?: :!: :thumbup: :thumbsup: :) :D
    • Gewiss haben wir dafür eine Arbeitsanweisung, die ich hier aber nicht veröffenlichen darf (siehe PN).

      Solche Normen sind den meisten Kunden nur von der Bezeichnung her bekannt, weil sie davon mal was gehört haben. Selten ist das Schriftstück im Hause vorhanden oder hat es überhaupt jemand gelesen. Forderungen machen sich immer gut, wenn sie mit einer Norm zementiert werden.

      Das mit der Höhe des ND stellt sich tatsächlich meistens erst in der Praxis raus. Denn die Simulationen können selten die Oberfläche darstellen geschweige denn die Farbe. Und oft muss dann der Nachdruck variiert werden. Huch - und dabei ändert sich dann auch noch die Schwindung. Also müsste dann wieder das WZ geändert werden. Oft wird auch mit Material A gemustert. Eingesetzt wird aber Material B oder C oder AA. Und dann nutzt die Angabe der Schwindung auch nichts mehr.
      MfG. petersj
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