Hinterspritzen von Stoff

    • Hinterspritzen von Stoff

      Hallo Leute

      Ich bin im neu hier und komme gleich mit einer nicht ganz einfachen Frage (denke ich mal). Wir Hinterspritzen Stoff mit ABS/PC für die Automobilbranche.

      Leider ist mein Problem, dass der Stoff, wenn das fertige Teil aus der Maschine kommt glänzt. Er verliert seine "Mattigkeit". Wirkt speckig.

      Ich habe schon vieles versucht: verschiedene Temperaturen am Heißkanal (hoch / tief), Werkzeugtemperatur (hoch / tief), Aggregat (höher / niedriger), Einspritzprofil (schnell / langsam.

      Auch ohne Nachdruck tritt dieses Problem auf.

      Vielleicht hat einer von euch bereits ein ähnliches Problem



      Vielen Dank schonmal

      Manuel
    • Hallo Peter

      Vielen Dank fuer deine Antwort. Dies wird derzeit bereits von einer Person durchgefuehrt. Wie du schon sagst: Dadurch stellt sich die Faser wieder auf. Die Frage ist nur: wie kann ich mir diesen Arbeitsgang sparen. Man will ja schliesslich Konkurrenzfaehig bleiben :)

      Vielen Dank nochmal dafuer
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    • Ich denke mal da hift nur eine Automatisierung und trotzdem eine entsprechende Kontrolle hinterher. Diese Kontrolle kann evtl. auch mit einem Kamerasystem gemacht werden (ähnlich wie bei der Stippensuche auf Folien). Kostet aber recht ´n paar Tacken. Aber auch die Bedamfungsstation und die Bürstenstation werden recht aufwändig sein. Vielleicht mal mit einem Provisorium von Drahtförderband und einer Ringdüse, durch das die obere Last läuft ausprobieren.

      Die recht hohen Drücke beim Spritzen drücken den Stoff derart gegen das Werkzeug, das die Fasern angelegt werden.
      MfG. petersj
    • Ich denke, du hast zu 99,9% recht mit den hohen Drücken (>185 bar Umschaltdruck Spritzdruck - Nachdruck).

      Auch mit höheren Temperaturen des Werkzeuges / Heißkanals / Aggregat + langsameres Einspritzen komme ich nicht unter 175 bar :(

      Ich denke mal, daß ich dann das Werkzeug ändern lassen muss (sofern die Firma die Kosten übernimmt natürlich). Durch größere Düsen.

      Oder habt ihr noch andere Ideen, den Druck zu senken?
    • Eine höhere Massetemperatur bringt auch eine dünnflüssigere Masse. Eine höhere Werkzeugtemp führt m.E. zu einer noch glänzenderen Oberfläche. Mit einer größeren Düse kannst du sicherlich den Druckbedarf beim Einspritzen senken. Die benötigte Nachdruckhöhe wird sich nicht ändern, da sich das Teil von der Form her nicht ändert. Vielleicht gibt es ja noch ein vergleichbares Material das leichter fließt. Das wird sicherlich eine Gradwanderung.

      Kann man die Außenseite des Stoffes nicht mit einer Seidenpapierkaschierung versehen? Beim Bügeln wird doch auch ein Tuch zwischen Bügeleisen und Hose oder Hemd gelegt, damit die nicht anfangen speckig zu glänzen. Das geht soweit ich weiß auch mit Seidenpapier. (Oma mal fragen!)
      MfG. petersj
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    • Bei glatten, strukturlosen Oberflächen funktioniert sowas vielleicht wirklich. Aber bei Werkzeugen mit Rundungen und kleinen Hinterschnitten wirds dann schon problematisch :)

      Ich such mal nach einem anderen Material oder einem Additiv um die Viskosität zu ändern
    • Also das werde ich wohl nicht beim Chef durchbringen geschweige denn beim Kunden. Ausserdem sind die Werkzeuge auf den Schwund des derzeitige ABS/PC ausgelegt. Sorry

      Hab auch schon an DecoForming gedacht um dem Spritzdruck auszuweichen.

      Funktioniert leider bei dieser Anlage Softwaretechnisch nicht. Deswegen will ich nach meinem Urlaub das Werkzeug auf einer anderen Anlage testen, die dieses Verfahren integriert hat.

      Aber dennoch eine gute Idee
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