Werkzeug richtig spannen

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    • Werkzeug richtig spannen

      Hallo Leute,

      Ich bin einer von 3 Verfahrenstechniker und bin der einzige der Werkzeuge am Kran hängend auf Düsen- und Auswerferseite einspannt. Alle andern (inklusive 6 Rüstern) spannen die Düsenseite ein, dann den Kran weg und dann erst die Auswerferseite.

      Hier nun meine Frage:

      1. Überall steht dass beide Seiten am Kran hängend gespannt werden sollen. Brings das echt nicht wirklich viel, oder wiese macht das denn keiner (oder sind nur bei uns die Leute so faul?)

      2. Falls es doch ein wenig was bringt, wie kann ich die Anderen überzeugen? Beispiele vorzeigen ist ja ein bisschen schwierig, da sich ja nichts sofort verbessert.

      Danke schonmal für eure Hilfe!

      Gruß!
    • Wenn bei uns der Meister, Betriebsleiter oä sieht, wie der Kran entfernt wird, bevor alle Pratzen dran sind, gibt es eine Abmahnung!
      Es gibt sicherlich Ausnahmen. Aber Ausnahmen sind nicht die Regel. Wenn ein Werkzeug von oben gespannt werden muss, und die Fläche oben so zu gebaut ist, das man zB zuerst die Transportbrücke entfernen muss um eine Pratze unter zu bringen, dann ist das legitim und auch nur wenn die anderen Pratzen schon platziert sind.

      Bei einer Kniehebel-Maschine wird das alles egal sein, eine Kniehebel-Maschine ist zu und bleibt zu. Jetzt lass aber mal so ein Ventil verrecken und die Hütte fährt wieder auf, dann liegt das evtl. tonnenschwere Werkzeug auf dem Hallenboden und ist obendrein noch verzogen oä.

      Mich würde interessieren, wie abgespannt wird. Alle Pratzen weg und dann den Kran holen? Das kann schnell ins Auge gehen bei eine hydraulischen Maschine.



      PS Ich verstehe den Sinn nicht, den Kran sofort zu entfernen. Ist doch eigentlich völlig Latte, ob ich den Kran sofort entferne oder wenn ich wieder komme von der BGS? Zeit spart man da nicht und gefährlich ist es auch.
      ..:: Gruß von Kuka ::..
      ..:: Alle sagten es geht nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste, und tat es ::..
    • Ein sehr Interessantes Thema, meine Herren.
      Habe es gelesen und es hat mich zum Nachdenken gebracht.
      Sicherlich sollten hier mehrere Aspekte betrachtet werden um eine Einschlägige Aussage zu treffen, vorweg will ich mich einreihen und berichten wie ich es handhabe / gehandhabt habe.

      Üblicherweise wurden bei uns Werkzeuge immer Düsenseitig gehangen. Hier gab es Werkzeuge, die der Kollege mal schnell reingehalten hat und ein andere eine Spannbacke befestigt hat und Werkzeuge wo man die Leistung des Hallenkrans gehört hat.
      Bei einem "kleineren" Werkzeug (sagen wir mal zwischen 60 - 250kg) wurde dieses bei uns Düsenseitig mit 4 Spannbacken befestigt, der Motor war zu diesem Zeitpunkt ausgeschalten.
      Danach wurde der Kran entlastet, jedoch nicht entfernt!

      Motor eingeschalten, bewegliche Platte herangefahren, Motor ausgeschalten (wurde nicht immer gemacht!!!) und bevor die erste Spannbacke angebracht wurde ist der Kran sowie alle vorhandenen "Sicherungen" oder auch "Brücken", im Bezug auf das Werkzeug, entfernt worden.

      Bei grösseren Werkzeugen wurde die maximale zulässige Last pro Maschinenaufspannplatte berücksichtigt (leider meist nur nach dem Schätzungsverfahren) und der Kran wurde nicht entlastet sondern die bewegliche Platte wurde zuerst herangefahren.

      Kuka schrieb:

      PS Ich verstehe den Sinn nicht, den Kran sofort zu entfernen. Ist doch eigentlich völlig Latte, ob ich den Kran sofort entferne oder wenn ich wieder komme von der BGS? Zeit spart man da nicht und gefährlich ist es auch.
      Man müsste vorweg in Erfahrung bringen, Kuka, ob es dem Fragenden um das entlasten des Kranes geht oder ob wirklich das abkoppeln im Vordergrund steht. Diese Frage sollte er uns noch beantworten.

      Otl. E.
      "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" und "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom"
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    • Kuka schrieb:

      Bei einer Kniehebel-Maschine wird das alles egal sein, eine Kniehebel-Maschine ist zu und bleibt zu. Jetzt lass aber mal so ein Ventil verrecken und die Hütte fährt wieder auf, dann liegt das evtl. tonnenschwere Werkzeug auf dem Hallenboden und ist obendrein noch verzogen oä.

      Vorsicht, wenn der Kniehebel verriegelt ist vielleicht, falls nicht würd ich mich da nicht drauf verlassen. Kann mich noch an ne e-max100 errinern wo man die bewegliche Aufspannplatte mit der Hand zurückdrücken kann da sie so leicht läuft.



      Bei uns wird in der Regel nicht drauf geachtet, der zeitliche Unterschied ist eigentlich gleich null. Der Kran wird höchstens vorher entfernt wenn er woanders gebraucht wird, aber frühestens wenn die DS komplett mir vier pratzen fest ist, da passiert dann in der regel nichts mehr.
    • Hallo Zusammen,

      zunächst mal danke für die rasche und guten Rückmeldungen!

      Otl. E. schrieb:

      Man müsste vorweg in Erfahrung bringen, Kuka, ob es dem Fragenden um das entlasten des Kranes geht oder ob wirklich das abkoppeln im Vordergrund steht. Diese Frage sollte er uns noch beantworten.
      Ich meinte damit das komplette entfernen des Kranes. Hintergrund des ganzen ist folgendes: Wir haben in der großen Halle ca. 20 SGM, aber nur 1 HallenKran. in der kleinen Halle sind nochmal 8 SGM und 1 mobiler Kran. Am Morgen, wenn alle Rüster antanzen und Werkzeuge einbauen wollen, will keiner lange auf den Kran warten, sondern sofort loslegen.

      Als ich neulich eine Musterung durchführte wurde mir sogar der Kran abgehängt als ich gerade den 3ten Lenzkez Schnellspanner auf der Düsenseite angezogen habe. Begründung des Diebs: "Das hält eh schon".

      Für mich ein wenig unverständlich wieso man nicht 1min länger warten kann...

      Natürlich, wenn man alles picobello machen will mit Wasserwaage, 3x schließkraft auf und abbauen, koaxialität prüfen usw. ist man schon ein wenig länger dran, aber so genau mach ich das auch nicht.

      Kuka schrieb:

      Mich würde interessieren, wie abgespannt wird. Alle Pratzen weg und dann den Kran holen? Das kann schnell ins Auge gehen bei eine hydraulischen Maschine.
      Hier mach ich es gleich wie die Andern: Auswerferseite abspannen, Bewegliche Platte wegfahren, Auswerfer-Stößel entfernen, Kran holen und einklinken und dann noch Düsenseite lösen.

      Noch eine Frage zum Schluß: Verwendet ihr Kranwaagen um die Werkzeuge einzuspannen?

      Gruß!
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    • Moin,

      wer ein Werkzeug einbaut und den Kran entfernt bevor die BAP angefahren ist und eine Kraft x aufgebaut ist, verspannt es!!!! Je größer das Werkzeug, desto schlimmer der Versatz.

      Die Leidtragenden Komponenten sind die Zentrierungen, die Maschine und zu guter letzt, Das Werkzeug ansich.

      Wer auf diese Art ein Werkzeug rüstet, hat den falschen Beruf und die Grundlagen nicht verstanden.

      Das lässt sich auch einfach durch Messungen beweisen. Nicht selten, kann man es sogar hören im Prozess. Gibt ein schönes "klong" sobald die Werkzeugzentrierungen aufeinander treffen.

      Das selbe gilt im übrigen für dauerhaft anliegende(mit Anlagedruck) Spritzaggregate und für unterschiedlich Temperierte Werkzeughälften (Stichwort: Längenausdehung)



      Grüße
    • Das ist wirklich ein sehr interessantes Thema. Wir lassen die Werkzeuge im kleineren Bereich auch ohne Kran. Jetzt stellt sich mir die Frage wo ist der Unterschied zwischen Kran lösen und Kran entfernen. Wenn sich die Form verspannt weil die AS noch nicht auf Druck gefahren ist. OK, das WZ kann nicht raus fallen weil der Kran noch da ist, aber bei Mold Masters Aussage verspannt es sich doch. Gibt es dafür Ausarbeitungen die man nachlesen kann?
    • Genau, wie ich gesagt habe, meine Herren, ein sehr interessantes Thema.

      Betrachten wir jetzt den Aspekt von MoldMaster etwas genauer.
      Wer oder was sagt mir jetzt, dass ich das Werkzeug mit der unentlasteten Kranmethode nicht gen Himmel (dort wo Gott ist, ergo oben...) verspanne?

      Ich versuche einmal zusammen zu fassen.
      Wenn ich den Kran zu früh, sozusagen vor dem heranfahren der beweglichen Platte, löse, gehe ich Gefahr, dass sich Aufgrund der Schwerkraft das SGW "biegt" und ich es "verspannt" spanne.

      Wenn ich jedoch einen nervösen Daumen (oder andere Finger) habe und den Kran "zu hoch" fahre, die Düsenseite dann spanne, stellt sich mir die Frage, ob dann der oben benannte Effeckt nicht auch anders herum einsetzt?

      Ich bitte um Mitmeinungen, werte Kollegen.


      Otl. E.
      "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" und "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom"
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    • Dann kommt noch etwas dazu.
      Viele sagen ja auch: Wz-Spannen bei geringer bis keiner Schließkraft.

      Meine Vorgehensweise ist so:
      Werkzeug anschlagen, in SGM hängen DS zentrieren, zum fixieren dann ein oder zwei Pratzen auf der BS (Bedienseite). Dann wird die voraussichtliche Schließkraft gefahren, dann entlaste ich den Kran (Das Lastseil hängt durch).
      Dann geht es mit den Pratzen weiter, BS fertig machen und dann auf die BGS (Bediengegenseite), wenn alle Pratzen dran sind, kommt der Kran weg und dann auch die Transportbrücke, falls vorhanden.
      ..:: Gruß von Kuka ::..
      ..:: Alle sagten es geht nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste, und tat es ::..
    • Otl. E. schrieb:

      Wenn ich jedoch einen nervösen Daumen (oder andere Finger) habe und den Kran "zu hoch" fahre, die Düsenseite dann spanne, stellt sich mir die Frage, ob dann der oben benannte Effeckt nicht auch anders herum einsetzt?
      Daher der einsatz einer Kranwaage. Dann kann das Werkzeug genau mit dem eigenem Gewicht in der SGM gehalten werden.

      Gruß!
    • Sorry, den Einsatz einer Kranwaage finde ich dann sehr speziell.
      Ich bestreite nicht die Effektivität, aber unsere Hallen sind nicht besonders hoch, wenn ich da eine Kranwaage dazwischen hänge, dann komme ich noch schwerer über die Holme hinweg.
      ..:: Gruß von Kuka ::..
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    • Masterchief900 schrieb:

      Daher der einsatz einer Kranwaage.
      Na da bin ich ja jetzt mal gespannt wer das so praktiziert...
      Ich habe nun schon viel gesehen in meinem Leben und auch schon mit vielen Kollegen Fachgespräche geführt, jedoch habe ich noch nie den Einsatz einer Kranwaage erlebt.

      Vielleicht kann man mal eine Umfrage diesbezüglich starte???

      Otl. E.
      "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" und "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom"
    • Hallo,

      dann führe ich das mal näher aus.

      Vorab mal ein guter Vergleich, der im Prinzip nichts anderes darstellt und meine Aussage wiederspiegelt, je schwerer das Werkzeug, desto schlimmer.

      Nehmen wir an, wir haben ein Werkzeug mit einem Gewicht von 20 Tonnen. Die Auswerferseite wiegt gute 10 Tonnen. Nune gehen wir her (und glaubt mir, bei dem Gewicht macht das keiner mehr) und entlasten den Kran nachdem die Düsenseite auf der FAP verschraubt ist. Was passiert mit der AW-Seite? Sie stellt sich schräg auf den Zentrierungen und zwar gewaltig. Wenn wir jetzt hergehen und die BAP davor fahren und oder die Zuhaltekraft aufbauen, sowie in dem Zustand die AW-Seite verschrauben braucht es ganz wenig Zyklen und die Zentrierungen sind dahin......von dem Rest mal abgesehen.

      Jetzt wird nämlich die gesamte AW-Seite zusammen mit der BAP bei jedem schließen des Werkzeuges EINZIG UND ALLEIN durch die Werkzeugzentrierungen angehoben. Die AW-Seite trifft zuerst die Kavitätentuschierungen mit der Unterseite und klappt beim Aufbau der Zuhaltekraft oben zuletzt zusammen.

      Das das eine Katastrophe ist, muss wohl nicht näher erwähnt werden.

      Vorgehensweise:

      wir haben beide Werkzeughälften getrennt stehen. Die Verschraubungspunkte für die Werkzeugbrücke sind in der Regel 2 Stück. Ein Gewinde auf der AW und eines auf der DS-Seite. Wir drehen in jede der Werkzeughälften am Verschraubungpunkt der Brücke eine Augenschraube hinein und heben jede Hälfte einzeln an. Hierbei ist es ZWINGEND erforderlich, das beide Hälften in Waage hängen!!!!!!! Also die AW-Seite hängt fein in der Waage und die DS auch.

      Wenn wir das Werkzeug zusammenschieben und die Brücke nun montieren ist es auch zwingend erforderlich, das das Werkzeug insgesamt in der Waage hängt.

      Ist das der Fall, haben wir jede Werkzeughälfte an ihrem Schwerpunkt und mittels der Brücke das Werkzeug an seinem Gesamtschwerpunkt angeschlagen. Wir haben ideale Voraussetzungen geschaffen.

      Jetzt legen wir das Werkzeug sauber an die FAP an. Hierbei ist es wichtig, das weder Oberhalb noch Unterhalb des Zentrierringes (zwischen Aufspannplatte Werkzeug und FAP) ein Spalt zu sehen ist.

      Ideal!!!! ist dafür in der Tat eine Kranwaage oder ein dehnbares Anschlagmittel (keine Kette).

      Das Werkzeug liegt gut an und kann auf der FAP verschraubt werden. Nun wird die BAP angefahren und auch hier, wenn man kurz vor Werkzeugkontakt stoppt, muss ein gleichmäßiger Spalt zu sehen sein.

      Fahren wir nun gegen das Werkzeug und die AW-Seit klappt leicht hoch oder runter haben wir was falsch gemacht. Minimale "Spalte" gleicht nun das dehnbare Anschlagmittel aus oder die Waage zeigt es auf.

      Wenn man jetzt noch hergeht und das Werkzeug Temperiert, sollte der Vorgang auf Verarbeitungtemperatur wiederholt werden bzw. erst auf Verarbeitungstemperatur durchgeführt werden.

      Der Kran wird erst entfernt oder entlastet wenn das Werkzeug komplett verschraubt ist.

      Als Richtwert für das dehnbare Anschlagmittel bzw. die Kranwaage wird ein Werkzeuggewicht von größer 200Kg empfohlen (als Richtwert).

      Dies gilt aber für jedes Werkzeug, das nicht mit dem linken Arm in die Maschine gesteckt und mit dem rechten Arm angeschraubt wird.

      Die täglich entstehenden Werkzeugschäden durch alleine schon unsachgemäßes Rüsten sind kollossal.

      Meist wird es einfach mit "dieses sch.... Werkzeug ist schon wieder kaputt" abgetan oder der Werkzeugbauer kann keine Werkzeuge bauen.

      In den meisten Fällen gilt es, erstmal vor der eigenen Türe zu kehren 8)

      Die Werkzeuge sind das Kapital eines jeden Spritzereibetriebes und leider sieht man hier sehr häufig, das unausgebildetes Personal (vieleicht aus Kostengründen) mit diesen Betriebsmitteln, unwissend, unsachgemäß umgeht. Die Geschäftsfühung erntet auf diesem Weg nicht selten die Früchte ihrer eigen Saat, weil sie es einfach unterschätzen oder nicht besser Wissen. Es ist NICHT nur "einfach ein Werkzeug in die Maschine hängen". Die Instandsetzungskosten, Ausbringungsmengen und Qualitätsprobleme spiegeln es in jeder Hinsicht wieder.

      just my two Cents

      Grüße
    • Nehmen wir an, wir haben ein Werkzeug mit einem Gewicht von 20 Tonnen. Die Auswerferseite wiegt gute 10 Tonnen. Nune gehen wir her (und glaubt mir, bei dem Gewicht macht das keiner mehr) und entlasten den Kran nachdem die Düsenseite auf der FAP verschraubt ist. Was passiert mit der AW-Seite? Sie stellt sich schräg auf den Zentrierungen und zwar gewaltig. Wenn wir jetzt hergehen und die BAP davor fahren und oder die Zuhaltekraft aufbauen, sowie in dem Zustand die AW-Seite verschrauben braucht es ganz wenig Zyklen und die Zentrierungen sind dahin......von dem Rest mal abgesehen.

      Jetzt wird nämlich die gesamte AW-Seite zusammen mit der BAP bei jedem schließen des Werkzeuges EINZIG UND ALLEIN durch die Werkzeugzentrierungen angehoben. Die AW-Seite trifft zuerst die Kavitätentuschierungen mit der Unterseite und klappt beim Aufbau der Zuhaltekraft oben zuletzt zusammen.


      Hast du jemals ein Werkzeug auf einer SGM aufgespannt??
      ..:: Gruß von Kuka ::..
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    • :whistling: Nein, ich habe es aus einem Buch und schreibe hier nur theoretisches Halbwissen.

      Um die Frage zu beantworten, JA, das habe ich. Werkzeuggewichte von 15 KG bis 20 Tonnen. Ich habe minimal 500 verschiedene Werkzeuge in der Hand gehabt, gewartet, repariert, Fehleranalysen durchgeführt, gerüstet, angefahren, für die Produktion freigegeben und die Fertigung überwacht.

      Die letzten 4 Jahre verbrachte ich damit, im Technikum eines Weltweit agierenden Unternehmens Zykluszeiten zu stauchen, Werkzeugmaterialien und Konturkühlungen zu optimieren, sowie Werkzeugschäden und Probleme zu analysieren.

      Wie komme ich zu der Frage ? Ist es witzig oder quatsch was ich schrieb Ihrer Meinung nach?

      ....ich bin sehr gespannt ;)



      Gruß
    • Ach herje, jetzt gehen wir wieder zum SIE über...
      Hoffentlich schreibt keiner Hochachtungsvoll unter seinen Beitrag :)

      Bleiben wir sachlich meine Herren, sowie beim Du.

      Ohne jemanden sein fundierdes Fachwissen abzuerkennen bzw. einzuschränken möchte ich hier einmal dazwischen "schreiben".

      MoldMaster schrieb:

      Vorgehensweise:



      wir haben beide Werkzeughälften getrennt stehen. Die Verschraubu
      ....

      Bei dieser Ausführung von Dir, MoldMaster, stelle ich mir jetzt eine Lehrwerkstatt vor, in der täglich nichts anderes gemacht wird und auch Zeit dafür ist.
      Womöglich sind Deine Ausführungen Richtig und mögen auch zu einer besseren Qualität führen, jedoch habe ich noch kein Unternehmen gesehen, wo dies so praktiziert wird.
      Ich habe in meinem Leben auch schon viele Werkzeuge ein- sowie ausgebaut, habe auch schon einige Firmen sowie deren Ablauf kennen lernen dürfen, jedoch den Einbau wie mit Deiner Beschreibung habe ich so noch nie gesehen.

      Vll. solltest Du einmal zu einer Schulung einladen, MoldMaster.

      Es müssen doch noch mehr zu diesem Thema eine Meinung haben!!!
      Es kann doch nicht sein, dass mit dato im Forum 1.618 Mitglieder angemeldet sind, von denen 5 Mitglieder Werkzeuge wechseln?!?!?!?!

      Wenn wir vorerst schon nicht klären können, wie es nun "Richtig" gemacht wird, so würde mich der Umgang der Allgemeinheit interessieren.
      Die Unwissenheit drängt mich dazu, jedoch muss es doch möglich sein, mal eine Umfrage hier zu starten? Habe das in anderen Foren gesehen.
      Wer fühlt sich angesprochen?

      Otl. E.
      "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" und "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom"
    • @Moldmaster
      Aus dem Grund, den Otl. E. treffend beschrieb:
      Bei dieser Ausführung von Dir, MoldMaster, stelle ich mir jetzt eine Lehrwerkstatt vor, in der täglich nichts anderes gemacht wird und auch Zeit dafür ist.
      Wollte dich auch nicht angreifen - kann ja überall ein Smilie dahintersetzen um nicht "böse" zu klingen.



      @Otl. E.
      Eine Umfrage wäre nicht schlecht. Aber wie willst du die Untergliedern - hast du Vorschläge?
      ..:: Gruß von Kuka ::..
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    • Ich stelle mir die Frage wie ich zwei WZ Hälften a 10 t zusammenbringen kann. Wie sieht es denn bei kleineren Werkzeugen aus? wir arbeiten im Durchschnitt mit 1t.
      Die Kranwaage wünsche ich mir beim Ausbau von Werkzeugen. Es ist immer ein bischen Roulette wie weit ich die Kette hochziehen kann. Wann heben sich wohl die Platten an?!
      Die Frage von KUKA ist auch nicht ganz unberechtigt.Sollte ich meine 5 bis 10 Umbauten am Tag so durchführen ,hätte ich einen langen Arbeitstag. Ich glaube das ihr ziemliche Brecher am Start habt und das wenn diese erst einmal Produzieren, sie wohl nicht nach 5000 Schuss wieder ausgebaut werden. Und der Umbau wird wahrscheinlich schon eine gute Frühschicht in Anspruch nehmen.
    • :) alles Gut Kuka. Ein Forum dient zum diskutieren, wo kämen wir hin, wenn jeder sich auf den Schlips getreten fühlen würde.

      Zur Lehrwerkstatt: Was ich mit dem Werkzeug und dem anschlagen der Hälften beschrieb war nur Grundsätzlich. Der Idealfall sieht vor, das die Werkzeuge schon so vom Hersteller kommen (leider nicht sehr oft, speziell die alten Formen).
      Die Instandsetzung bzw. Wartungsabteilung oder gar der Hauseigene Werkzeugbau haben die beschriebenen arbeiten auszuführen, nicht die Fertigung.

      Für den Einrichter gilt nur das Thema einbauen in die SGM. Von Zeit kann da keine Rede sein denke ich, es ist ein normaler Rüstvorgang und dauert ggf. 5 Minuten mehr, das wars.

      Der Trend geht dahin, das sich kaum ein Unternehmen noch Artikel aufs Lager legt. Alles wird nach Auftrag gefahren, d.h. die Rüstvorgänge haben in den letzten Jahren enorm zugelegt. Um so wichtiger ist es, diesen Fehlerfrei auszuführen. Die Werkzeuge der Zukunft werden immer komplizierter, die Ansprüche an den Bediener steigen enorm.
      Eine "Spritzerei" rentabel zu betreiben bedeutet, hohe Ausbringungsmengen (Leistungsfähige Maschinen und Werkzeuge).

      Wassereimer und Blumentöpfe macht in Deutschland kaum noch einer :D . Ein Betrieb muss sich der Zeit anpassen um Konkurrenzfähig zu bleiben (bzw. zu werden).

      Grüße