Erfahrungswerte zur Ebenheit der Trennebene

    • Erfahrungswerte zur Ebenheit der Trennebene

      Einen schönen Gruß ins Forum,

      Ich bin Student und arbeite gerade an einem schlichten, kleinen Werkzeug (Trennebene 75x75mm, Kavität 30x30mm) für Demonstrationszwecke in der Lehre. Es besteht aus Alu und soll auch nicht für große Stückzahlen herhalten. Eingesetzt wird es auf einer Christmann Babyplast. Die Schließkraft beträgt 62KN und der Einspritzdruck max. 1850bar. Verarbeitet werden PP und PE.

      Mithilfe des Werkzeugs sollen Effekte wie:
      -Stark verzogene Spritzlinge
      -Eine nicht vollständig ausgefüllte Kavität
      -Und schlechte Bindenähte
      durch ungeeignete Temperatur-, Druck, Zeit-wahl, oder Positionierung der Angüsse demonstriert werden. Kleine Maßungenauigkeiten der Spritzlinge durch gleichmäßige Schrumpfung sind eher zweitrangig.

      Beim Stöbern im Forum habe ich viele interessante Threads gelesen, aber keine Antwort auf meine Frage gefunden. Die Sufu lieferte nichts Passendes, und meine Literaturrecherche bestätigte nur was ich schon wusste: „Spritzgießen ist Erfahrungssache“. Also wieso nicht jemanden Fragen der diese Erfahrung hat.

      Zur Frage:
      Wie würdet Ihr die Ebenheit der Oberflächen der Trennebene tolerieren? Bei der Rauheit habe ich mich mal mit Rz10 an der DIN16760-2 orientiert. Aber für die Ebenheit finde ich nichts.


      Vielen Dank im Voraus

      Marko
    • Hi MK77,

      Ich kann Dir nicht direkt mit Massen dienen, aber wenn Du die Ebenheit tolerieren willst, dann musst Du bedenken, dass die max Abweichung kleiner sein muss als der Spalt bevor Grat entsteht. Zusaetzlich musst Du da den unguenstigsten Fall betrachten, d.h. die max Ungenauigkeit geteilt durch 2 ergiebt die max Toleranz fuer die Trennebene einer Palatte. So lange die Trennebene eben ist mag eine Tolerierung moeglich sein, doch wias ist, wenn eine Trennebene eine Freiformkontur ist? Praktisch gesehen wird in diesem Fall alles aif "Null" gefertigt.

      Ich hoffe das hilft.

      Gruss,
      HK 60
      Versuch macht kluch
    • @ HK 60: Vielen Dank für die Hinweise. Besonders den Faktor 2 für den schlechtesten Fall hätte ich vermutlich vergessen. Ich werde es dann wohl so machen, dass ich mir die maximalen Spaltmaße bezüglich der Gratbildung raussuche, diese halbiere, die max Rauheit abziehe und dann noch eine kleine Sicherheit anbringe. Dass mich der arme Mann an der Maschine dann weniger hasst, als wenn ich auf Null toleriert hätte, möchte ich mal bezweifeln. Aber da es eh nicht für die Produktion ist können wir ja einfach noch ein paar mal drüberschleifen bis keine Grate mehr entstehen.

      Gruß Marko

      BTW: Meine Trennebene ist glücklicherweise eben. Eine Trennfläche über mehrere Ebenen klingt für den interessierten Laien dann doch nach einem Ding der Unmöglichkeit. Oder schleift man dort mit Weihwasser und hofft dass es klappt? ;)
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