Einspritzgeschwindigkeit

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    • Wir hatten es auch nochmal als Thema und wir können uns auch nicht einigen. wobei ich fast selber nicht mehr weiß wie ich es für mich als richtig definieren soll/muss.

      Es war das Beispiel: 2-fach Form, beide sind gleiche Kavitäten.
      Wenn die Einspritzgeschwindigkeit 5s beträgt, dann spritze ich ja jedes Teil in 5s, das heißt, wenn ich eine Kavität verschließe, dann muss ich das eine Teil auch in 5s spritzen wie vorher.
      Dann muss ich die Einspritzgeschwindigkeit verringern, damit die vorherige Einspritzzeit wieder erreicht wird.

      Das sehe ich sogar ein und kann ich nachvollziehen.

      Dadurch, dass ich aber weniger Masse einspritze muss doch meine Einspritzzeit trotzdem wieder weniger werden, also hebt sich das ganze doch wieder auf......
      ..:: Gruß von Kuka ::..
      ..:: Alle sagten es geht nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste, und tat es ::..
    • Hallo,

      in der beziehung, das bei z.b. bei zwei kavitäten eine einspritzzeit von angenommen 1,5 s besteht, ich aber jetzt ais irgendwelchen Gründen eine Kavität schließen muß ! , sollte ich bei der übriggebliebenen Kavität auf meine eingestellte einspritzzeit von 1,5 s annähernd wieder erreichen. wie das bewerkstelligt wird, ist jedem selber überlassen, aber naheliegend wären die geschwindigkeit und die umschaltpunkte als einfachstes. Aufgrund dessen das z.b die einspritzzeit halbiert würde, ergeben sich andere verhältnisse in der form und im fließverhalten.

      hoffe ich konnte denkanstöße geben

      mfg
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    • Hallo,

      Du kannst ja selber deine Zeit halbieren, und sehen ob deine Maße noch dem 2 fach Teil entsprechen ;) .

      Als nochmal bei zwei Teilen hast du einen Querschnitt von z.b. 10 mm da fließt die Masse mit z.b. 25 Volumen durch, eingestellt hast du an der Schnecke 70 Volumenstrom um diese 25 zu erreichen.

      Bei einem Teil hast du einen kleineren Querschnitt von ca. 6 mm da soll aber auch eine Volumengeschwindigkeit von 25 sein, läßt du nun deine 70 erreichts du weitaus höhere Geschwindigkeiten, weil dein Querschnitt ja kleiner ist.

      Um auf deine 25 zu kommen mußt du also die Geschwindigkeit der Schnecke reduzieren um diesen Wert wieder zu erreichen.

      Und aus diesem grund ändert sich auch die Einspritzzeit nicht wesentlich gegenüber dem 2 fach Werkzeug.

      Und wie gesagt kannst es ja mal selber ausprobieren, aber schrotte das Werkzeug nicht dabei ;) .

      mfg
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    • fur!0us.ru schrieb:

      Kann den keiner eindeutige Beweise liefern? Evtl. mit paar Versuchen und anscließend die Teile messen..

      Müssen logische physikalische "Gestzmäßigkeiten" denn bewiesen werden?


      petersj schrieb:

      Was brauchst du da Beweise?




      @ petersj

      wenn Du allerdings dein sehr tolles Beispiel mit dem Bierzapfen praktisch beweisen solltest, würde ich mich als Tester opfern, zum Ende der Party wird der Begriff "vollgespritzt" dann sicherlich auch verständlicher :D hicks :D
    • Kuka schrieb:


      Es war das Beispiel: 2-fach Form, beide sind gleiche Kavitäten.
      Wenn die Einspritzgeschwindigkeit 5s beträgt, dann spritze ich ja jedes Teil in 5s, das heißt, wenn ich eine Kavität verschließe, dann muss ich das eine Teil auch in 5s spritzen wie vorher.
      Dann muss ich die Einspritzgeschwindigkeit verringern, damit die vorherige Einspritzzeit wieder erreicht wird.

      Das sehe ich sogar ein und kann ich nachvollziehen.

      Dadurch, dass ich aber weniger Masse einspritze muss doch meine Einspritzzeit trotzdem wieder weniger werden, also hebt sich das ganze doch wieder auf!


      Mehr kann ich dazu nicht mehr sagen...
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    • Hallo


      Hab meinen Beitrag nochmal umgeschrieben da ich einen Denkfehler in der Sache hatte.


      Nur so als Beispiel:

      2-fach Werkzeug Schussvolumen 40cm³, Einspritzgeschwindigkeit 20cm³/s, Einspritzzeit 1sec. So sieht unser Zyklus aus.

      Eine Kavität verschlossen, Schussvolumen 20cm³, Einspritzgeschwindigkeit 10cm³/s Einspritzzeit 1sec. So muss der angepasste Zyklus aussehen.

      Und warum:

      Beim normal Zyklus braucht die Schnecken bei 20cm³/s nun mal 1sec um die Teile zu füllen bzw. den Weg zu fahren.Heißt meine Fließfront läuft gleichzeitig durch beide Kavitäten bis Fließwegende in 1sec und das gilt es zu reproduzieren.


      Ist eine Kavität zu und das Schussvolumen halbiert, der Weg halbiert der die Schnecke fahren muss bräuchte sie bei gleicher Einspritzgeschwindigkeit die halbe Zeit.Meine Fließfront somit auch nur die halbe Zeit bis Fließwegende.


      Da in meinem Prozess aber festgelegt ist dass das oder die Teile im Laufe von 1sec gefüllt werden (meine Fließfront(en) in 1sec „durch die Kavität(en) laufen) muss ich um auf die selbe Fließfrontgeschwindigkeit zu kommen die Einspritzgeschwindigkeit senken.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Skyver () aus folgendem Grund: Denkfehler

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    • Also, ich hab mir die Beiträge nochmal alle durch den Kopf gehen lassen,

      lässt mir einfach keine Ruhe, wenn ich mir die Vergleiche mit nem

      Gartenschlauch bildlich vorstelle, komme ich auch nur zu dem Schluss, dass

      sich lediglich die Druckverhältnisse ändern, keinesfalls die Geschwindigkeit.

      Wenn du dem Gartenschlauch den halben Queschnitt klaust, änderst du auch nicht die Geschwindigkeit, lediglich den Druck,

      dadurch kannst weiter spritzen, aber nur weil der Druck grösser wird.
      Gruß
      Peter
    • Ja, aber in Abhängigkeit einer Füllzeit, dann muss diese gleich bleiben.
      Wenn du 2 Eimer gleichzeitig füllst (10s), dann füllst du ja jeden Eimer in 10s, also musst du Wasser reduzieren um nur einen Eimer auch in 10s zu füllen.

      Übertragen auf eine 2-fach Form, bei der ich eine Kavität verschließe, muss ich die Einspritzzeit gleich lassen um am Ende das gleiche Teil zu erhalten wie vorher. Sonst würde das bedeuten ich habe mein Teil, was ich vorher in 10s gespritzt habe in nur noch 5s gespritzt - folglich Einspritzgeschwindigkeit reduzieren.
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    • fur!0us.ru schrieb:

      Hallo,
      Ich hab letztens mit paar Arbeitskollegen eine Diskussion gehabt und
      hoffe Ihr können mir dabei weiterhelfen, weil ich im Internet sowie in Fachkundebüchern
      nichts darüber finden konnte.


      Und zwar, wenn z.B bei einem Mehrfachwerkzeug eine Kavität geschlossen werden muss,
      weil der Kern (oder ähnliches) beschädigt ist.
      Muss dann die Einspritzgeschwindigkeit langsammer gemacht werden, damit man wieder
      auf die alte Einspritzzeit kommt, oder nicht?
      Ich mein die Geschwindigkeit muss gleich bleiben, was meinen Ihr?

      Mit freundlichem Gruß
      Hallo fur!0us.ru,


      Du hast vollkommen recht, die Einspritzgeschwindigkeit und die Einspritzzeit müssen natürlich gleich bleiben,denn nur so produzierst Du eine konstante Qualität, was Du ändern mußt ist das Massepolster und den Umschaltpunkt.


      Grüße Kreuz




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    • @Kreuz

      Leider nein, ich habe mich auch zu dieser Antwort hinreisen lassen (weiter oben am Anfang), das ist aber falsch!


      Ich möchte mich nicht selber zitieren (es ist auch besser erklärt), deshalb hier:


      Hab meinen Beitrag nochmal umgeschrieben da ich einen Denkfehler in der Sache hatte.


      Nur so als Beispiel:

      2-fach Werkzeug Schussvolumen 40cm³, Einspritzgeschwindigkeit 20cm³/s, Einspritzzeit 1sec. So sieht unser Zyklus aus.

      Eine Kavität verschlossen, Schussvolumen 20cm³, Einspritzgeschwindigkeit 10cm³/s Einspritzzeit 1sec. So muss der angepasste Zyklus aussehen.

      Und warum:

      Beim normal Zyklus braucht die Schnecken bei 20cm³/s nun mal 1sec um die Teile zu füllen bzw. den Weg zu fahren.Heißt meine Fließfront läuft gleichzeitig durch beide Kavitäten bis Fließwegende in 1sec und das gilt es zu reproduzieren.


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    • Hallo zusammen,

      bin hier gerade auf diese alte aber immer noch aktuelle Diskussion (wie viele der Probleme wird sich auch dieses in den Sprietzereien über Generationen scheinbar vererben) gestoßen, zeigt sie doch ganz klar, welches *chaotische Prozessdenken* beim Spritzguss vorhanden ist. Ursächlich hängt es damit zusammen, dass Begriffe und Bezeichnungen, die wiederum unsere Vorstellungen prägen, nicht sauber zugeordnet werden.
      Hier wird Einspritzgeschwindigkeit mit *sec* u. *cm³/sec* bezeichnet ;( :thumbdown: Wie jeder doch bestimmt mindestens aus der Schulzeit weiß, ist Geschwindigkeit einzig und allein *Weg pro zeit*, also *mm/sec*.
      *cm³/sec* ist Volumenstrom
      *sec* ist Zeit
      *mm/sec* ist Geschwindigkeit

      Nun zum Füllen einer Kavität:
      Dieses geschieht mit einem *Volumenstrom* in einer bestimmten *Zeit* = *cm³/sec*. Erzeugt wird der Volumenstrom jedoch durch die Bewegung eines runden Kolbens (Schnecke) mit einer bestimmten Geschwindigkeit (*Weg/sec*). Und nur damit (Einspritzgeschwindigkeit) hat der Spritzgießer an der Maschine zu tun!
      Bedenke: (Schnecken)weg x Fläche (des Durchmessers der Schnecke) = Volumen
      Ergo: Wenn 2 gleiche Kavitäten mit einem Volumen (= 2 Einzelvolumen) in einer bestimmten Zeit gefüllt (durch Schneckengeschwindigkeit) werden, ist es doch logisch, dass die Schneckengeschwindigkeit halbiert werden muss, wenn nur 1 Kavität in der gleichen Zeit gefüllt werden soll (halber Weg der Schnecke).

      Tip meinerseits: Last beim Arbeiten an einer Spritzgussmaschine den Begriff cm³ insgesamt weg, das ist 3D-Denken, was kaum jemandem auf Anhieb in der Umsetzung an der Maschien gelingt, da die Maschinenbewegungen nur 1D sind.

      Beispiel: Man fährt ja auch nicht mit dem Auto eine Geschwindigkeit von *km³ / std* (Luftverdrängung) sondern mit *km / std* :D :thumbsup:

      Säubert bei Euren Prozessen die Bezeichnugen und Begriffe dahingehend, dass es für jeden "normal denkenden" vorstellbar (verstehbar) ist, . . . das *sich vorstellen können, was da abläuft* ist wichtig! Die unsinnigste Bezeichnung, die sich beim Spritzguss eingeschlichen hat und die auch zu vielen *Fehlern aus Unverständnis/fehelnde Vorstellung* führt ist *cm³* :!:
    •      
    • Blöde ist aber leider, dass es immer noch Maschinen gibt, die sich nicht umstellen lassen von cm³ auf mm. Dazu kommt, dass zum Füllen einer Kavität immer ein bestimmtes Volumen gebraucht wird und bei der anfänglichen Berechnung immer mit Volumina gerechnet werden muss.
      Ebenso ist es in der Regel bei einem Wechsel der Maschine - und u.U. dabei auch mit einem Wechsel des Schneckendurchmessers - einfacher, mit einem Volumen zu arbeiten und auch mit einem entsprechenden Volumenstrom.
      Trotzdem: Eigentlich gibt es keine Einspritzgeschwindigkeit sondern eine Schneckenvorlaufgeschwindigkeit und in dessen Folge einen Volumenstrom - wie es Behrens eben oben beschreibt.
    • Ja, da stimme ich Dir zu, das ist blöde, aber solche Maschine muss man ja nicht kaufen! Zu den Maschinenbauern habe ich da aus Erfahrung auch so meine eigene Meinung: Mit den vielfältigen, teils sehr "kreativen" und zu oft unlogisch aufgebauten Bedienoberflächen wird es den Spritzgießern sehr schwer gemacht, die technischen Möglichkeiten einer Spritzgussmaschine zu nutzen. Jeder Einrichter vergeudet viel Zeit mit dem *Suchen in der Steuerung*! Intuitiv war mal bei einem Hersteller das große Marketingthema . . . was ist das eigentlich und was ist dabei herausgekommen?
      Zudem bin ich der Meinung, dass die Spritzgießer sehr "einfache" Kunden sind, da sie viel zuwenig Anforderungen beim Kauf einer Maschine stellen, sie lassen sich sogar alle Möglichkeiten hinsichtlich z. B. *leichte Bedienbarkeit* vom V e r k ä u f e r der Anlagen diktieren :thumbdown: . . . Ergo: Verkäufer-Marketingstrategie "Kundenbindung" funktioniert hier gut ;)


      petersj schrieb:

      Ebenso ist es in der Regel bei einem Wechsel der Maschine - und u.U. dabei auch mit einem Wechsel des Schneckendurchmessers - einfacher, mit einem Volumen zu arbeiten und auch mit einem entsprechenden Volumenstrom.
      Wenn das benötigt wird, sollte es eine anwählbare Option in der Steuerung sein, halt nur ein Hilfsmittel und nicht mehr . . . Prozesse sollten grundsätzlich mit Füllstudie gestaltet und eingefahren werden!