Schnellwechselsysteme

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    • Hallo Zusammen,
      wir verwenden Spannzapfen an den Aufspannplatten. Diese sind auf die Maschinengröße genormt und werden mit einem Zylinder verriegelt. Klappt ohne Probleme und hält sehr gut.

      Ich lese immer wieder, das es Problem in Bezug auf den Auswerferbolzens gibt.

      So wie man Abstände, Durchmesser bei Spannzapfen standartisieren kann, geht dies auch bei Auswerferbolzen.

      Bei uns in der Firma wird das ganz einfach gelöst. Es kommt in jedes Auswerferpaket in der Form einen verdrehgesicherter Einsatz mit einem Gewinde. Dieses Gewinde wird standartisiert. Z.B bei Maschinen größe 80-150t => M16. Dieser Einsatz schließt bündig mit der Aufspannplatte ab. Nun fertigt man für jede Maschine 2 Auswerferbolzen, die fest an der Maschine verbleiben. Einer ist im Einsatz, der andere liegt für den Folgeauftrag bereit. Der Abstand der Maschinenaufspannplatte AS zur max Rückzugsposition des Auswerferzylinders hat immer den gleichen Wert (pro Maschine betrachtet). Man muß nun die Auswerferbolzen z.B. 10mm kürzer ausführen als dieser Abstand.
      Man kann den Auswerferbolzen vor dem Werkzeugeinbau (während der alte Auftrag noch läuft) bereits am Werkzeug befestigen. Mit diesem System hat man beim Werkzeugwechsel null Zeitverlust durch suchen eines geeigneten Auswerferbolzens und es passt immer. Ein weiterer wuichtiger Punkt ist, das die inrichter nicht frustriert sind wenn sie immer 20 min suichen müssen um einen passenden Auswerferbolzen zu finden oder sich jedes mal einen passenden zusammenbasteln müssen.
      Bei speziellen Werkzeugen die z.B. eine Feder haben, fertigt man einen speziellen Auswerferbolzen, der immer beim Werkzeug bleibt. Diese Auswerferbolzen werden durch rote Markierungen gekennzeichnet.

      Mfg
      tech-freak
      Nichts ist unmöglich !!!!
    • Hallo zusammen!

      Auch dieses Thema wird ja nie alt. Die Optimierung der Rüstzeug ist ein sicherlich wichtiger Faktor, da Zeit ja bekanntlich Geld ist. Und das möchte man natürlich sparen.
      Ich finde die Lösungen, passen sie auf die jeweiligen Anwendungen, hier wirklich schön. Da habt ihr euch wirklich Gedanken gemacht. :thumbsup:
      Auch ich denke häufig über Optimierungen nach und befürworte es auch. Nun sind wir ja aber alle Fachleute. Jemand macht sich Gedanken und es funktioniert. So weit, so schön. Der Einrichter bekommt alles "verzehrbereit" und muss sich keine Gedanken mehr machen, weil ja eh alles stimmt.
      Wie ich sagte, Zeit ist nunmal Geld.
      Ich hätte die Befürchtung, dass ich, würde ich alles "servieren", sich niemand mehr Gedanken macht. Es kann, so unwahrscheinlich es auch sein möge, was schief gehen.
      Wie ist es bei euch? Wir arbeiten nunmal mit hohen Werten und wenn alles immer passt, werden viele blind. Nur noch handeln, nicht denken.

      Aber nochmal großes Lob hier an euch Denker. :thumbsup:
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    • Hallo zusammen. Ich weiß was du meinst @BastiWest Vor einigen Jahren haben wir von mm auf ccm umgestellt. Die Begründung: Dosierwege, Spritzgeschwindigkeiten können 1zu1 auf jede andere Maschine einfach übernommen werden. Leider stelle ich heute fest das die Einrichter im Kopf nicht umgedacht haben und ccm nicht auf mm umrechnen. Und so passiert es häufig dass das Restmassepolster 4ccm bei einer 20-ger Schnecke beträgt. Vereinheitlichung ist gut und spart Geld und Zeit. Doch mit der Zeit kann es passieren dass vieles in Vergessenheit gerät und man nichts mehr hinterfragt.
    • Mir ist klar, das bei den betroffenen Maschinen keine automatischen Schnellspannsysteme vorhanden sind - trotzdem passts zum thema uns Interessiert dem ein oder anderen!?
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      Ich bin zurzeit bei einem unserer Kunden England ("Automobilhersteller!!!", nicht zulieferer!!!).


      Die wollten ein System habem, bei dem man heute von "Werkzeug-1" 300 Schuss macht und anschließend von "Werkzeug-2" 500 Schuss ... alles automatisiert!

      Also kommt unser Hauseigenes System Famox zur Geltung: Mit Werkzeugwechsel ohne Bedienung, Farbwechsel, Werkzeugvorheizstationen, Roboter Übernahmekopf wechsel automatisch,...

      Jetzt gehts bei mir in der Programmierung bald dem Ende zu! Für die Teile ist schon alles eingestellt, Roboter fährt auch dorthin wo er soll ... die Schnittstelle "Maschine <> Roboter" bei Werkzeugwechsel ist auch bald fertig!

      Von Schussende "Werkzeug-1" bis erster Schuss "Werkzeug-2" vergehen grad mal ca. 180 sek. ... ist schon imposant auf so einer großen Maschine zu Spritzen, Teachen, Programmieren, Fehlersuchen ... um am Ende des Tages zu sehen wie 25Tonnen Werkzeuge neben dir vorbei rollen ...!
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      Aber ich weis auch aus Guten Kreisen, das unser system nicht gerade Billig ist und man schon einiges an Gedanken damit verbringen muss bis es läuft - vielleicht habts ja ihr schon mal so ein Famox gesehen?
    • @Behrens, nehmen wir mal an, Einrichter A baut Werkzeug A mit Auswerstange A auf Maschine A ab. Er nimmt gedankenverloren oder abgelenkt die Auswerstange mit zu Maschine B (Störung etc.) und lässt die 50 mm Länge Auswerferstange A dort liegen.
      Jetzt kommt Einrichter B zur Folgeschicht und muss Maschine B umrüsten und packt sich - da ja immer alles passt - Auswerferstange A für Werkzeug B. Wir haben im schlimmsten Fall eine Auswerferstange die zu lang ist und beim Zufahren eventuell noch einen Werkzeugschaden verursacht.
      Weil immer alles passt und sich keiner mehr Gedanken macht. Nur handeln, nicht denken.
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    • @BastiWest, sorry, aber deiner "speziellen" Denke kann ich da überhaupt nicht folgen ... Mein Vorschlag für dich: Schmeiss den Taschenrechner, das Navi, das Smartphone, den PC und alles, was dir das "Denken" abnimmt weg ..... und nun? .... ;) :P :D :D :D
      Es geht um das Thema STANDARDISIERUNG und die halte ich für imens wichtig, findet noch viel zu wenig statt!!!

      BastiWest schrieb:

      Wir haben im schlimmsten Fall eine Auswerferstange die zu lang ist und beim Zufahren eventuell noch einen Werkzeugschaden verursacht.
      Der Fehler liegt doch ganz klar in der "fehlerhaften Länge" der Auswerferstange(!!!) und nicht darin, dass "sich keiner mehr Gedanken macht. Nur handeln, nicht denken."


      Schönes sonniges Wochenende!
    • Eventuell habe ich es auch falsch verstanden. Ich ging davon aus, dass keine Auswerferstange am WZ verbleibt und die passende Länge für die Maschine auch an der Maschine verbleibt.
      Bei uns steht dann aber ne große Maschine neben der kleinen 50to. Maschine. Liegt dann die längere Auswerferstange an der kleinen Maschine, wäre ein Schaden vorprogrammiert.
      Nein, ich sträube mich nicht gegen Hilfen und Mitdenker etc. Ich befürworte sowas auch.
      Leider ist meine Erfahrung, dass, sobald man nicht mehr denken MUSS, es auch nicht gemacht wird. Fehler können sich immer einschleichen. Und auch wenn alles immer passt, sollte man doch ein offenes Auge und Ohr haben.
      Durch das was ich mitbekommen habe, bin ich etwas gebrandmarkt. "Haben wir doch immer so gemacht, passte doch immer, warum jetzt nicht?"

      Ich wünsche ebenso ein sonniges Wochenende. :thumbsup:
      Hier ist es eher mau. :/
    • Einfach wäre es zb. solche Wechselteile mit einer bestimmten Lackfarbe einzusprühen damit man weiß wo das Ding hingehört.

      Ich finde das Szenario aber unrealistisch weil die großen Kuppelstangen ja andere Gewindegrößen haben, meistens passen die dann eh nicht.

      Natürlich sollte man den Kopf beim Rüsten nicht abschalten, aber die Aussage, dass "viele Fallen", zu weniger Fehlern als wenige Fallen führen..das kann ich mir nicht vorstellen. Rüsten nach Checkliste zur Selbstkontrolle ist das Stichwort..eine Tabelle an der Maschine mit den zulässigen Einbaumaßen wenn man sich unsicher ist.
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    • Kunststoffstudi schrieb:

      Ich finde das Szenario aber unrealistisch weil die großen Kuppelstangen ja andere Gewindegrößen haben, meistens passen die dann eh nicht
      Genau, die große Kupplung wird nicht in die kleine 50to. Maschine passen und ist länger. In diesem Szenario wäre also irgendwas hässliches vorprogrammiert.
      Ich bin da halt gebrandmarkt. Das fängt bei A wie Auswerferkupplung an und endet bei Z für Zentrierring.
      Irgendwer vergisst das Auswerfergerödel abzuschrauben und nun habe ich einen glücklichen Einrichter, der sich erstmal freut, weil ja noch alles am Werkzeug ist. Nun versucht dieser, die Auswerferkupplung der Engel in die Arburg Schnellkupplung zu "quetschen". (Nein, das ist kein Scherz)