Wann hat eine Schnecke Untermaß ???

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    • Wann hat eine Schnecke Untermaß ???

      An einer unserer Maschinen haben wir seit kurzem massive Einzugsprobleme. Ich tippete auf ein Schneckenuntermaß.
      Das Ergebnis waren zirka 1mm Untermaß bei einer 30er Schnecke.
      Unsere "Fachleute" sind sich allersdings nicht einig .
      Gibt es eine Faustformel wieviel % Untermaß eine Schnecke haben darf?


      MfG Andreas
      "Man(n) muß nicht alles können. Doch wenigstens versucht sollte man es haben."
    • Servus,

      wenn die Schnecke schon im Einzug Maßabweichungen hat, habt ihr dann auch mal die Schneckenspitze und die RSP vermessen?

      edit:

      seit ihr euch sicher, dass es die Schnecke ist und nicht euer Zylinderrohr?!
      ..:: Gruß von Kuka ::..
      ..:: Alle sagten es geht nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste, und tat es ::..
    • Sicher bin ich mir nicht.
      Nur eins ist sicher Zylinder/Schneckengarnitur ist allenfalls 5 Monate alt.
      Verarbeitet wurde fast durchgehend A3WG6 und das ohne zu bemerkende Probleme.
      Jetzt soll ein Teil aus B3WM602 gefertigt werden und nichts geht mehr.
      Beim Dosieren stirbt mir der Hydromotor förmlich ab.
      Im Einzug finde ich dann so etwas.



      In der Musterphase wurde das Teil schon einmal aus A3WG6 gefertigt. Daher habe ich es damit nocheinmal Versucht. Pustekuchen auch mit dem Material welches bisher immer ging geht nichts mehr.
      Unser Schlosser tippte auf den Hydromotor. Neuer eingebaut mit gleichem Ergebniss.
      Irgendwie bin ich am Ende meiner Weisheit angelangt.
      Innendurchmesser vom Zylinderrohr kann leider Mangels passender "Hardware" nicht gemessen werden.
      Laut unserem Schlosser hat er beschichtete Garnitur eingebaut.
      Wenn aber nun schon ein Untermaß an der Schnecke vorhanden ist könnte natürlich der Zylinder ebenfalls schon leicht ausgewaschen sein.
      Damit wären wir schon weit über den einen Milimeter hinaus.

      MfG Andreas
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    • Wenn aber nun schon ein Untermaß an der Schnecke vorhanden ist könnte natürlich der Zylinder ebenfalls schon leicht ausgewaschen sein.
      Damit wären wir schon weit über den einen Milimeter hinaus.


      Genau das war mein Gedanke.

      Eine beschichtete oder tw gehärtete Schnecke/Zylinder ist ok, nur muss man bedenken, dass zum beschichten oder härten ein weicherer Material verwandt werden muss. Wenn jetzt die Beschichtung/Härtung weg ist, dann geht es Ultraschnell!

      Schaut euch mal den Lieferschein der Garnitur an und fragt anhand der Bezeichnung nach was das wirklich ist. Wir fahren seit ca. 3 Jahren ununterbrochen PAGF30 auf einer Maschine, das Einziehen des Materials hat sich etwas verschlechtert, das Massepolster ist um ca. 7mm nach vorn verschoben. Wobei man dort bedenken muss, dass sich das Werkzeug auch ausschwemmt, daher kann es sich reel auch nur um 5mm handeln (Massepolster)
      ..:: Gruß von Kuka ::..
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    • Hy Andreas 2903,

      Sieht das auf den Bildern so aus oder täusche ich mich da, als ob das Material an der Schnecke festgebacken ist ? oder schon im Einzugbereich der Schnecke, ev. schon im Einzug ?

      wenn es so ist, gibt es verschiedene Ursachen dafür, Schnecke würde ich da nicht unbedingt wegen dem Untermaß dafür verantwortlich machen.

      mfg
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    • Wir haben ne komplett neue Zylindergarnitur bekommen. Bei uns klebte ABS in der Schnecke. DAs einzige was lief war PA 30%. Es stellte sich heraus das etwas mit der Beschichtung nicht passte. Die Schnecke war im vorderen Bereich blau angelaufen (240°C)
    • Zur Zeit sind wir noch am rumbasteln. Der Grund . Wir haben einen "Dauerstaudruck" von schlappen 80bar und das bei Staudruckeingabe = 0.
      Sollte das eventuell der Grund sein ? Unser Schlosser hat erst einmal ein neues Propvenil gordert. Das soll morgen da sein. Ich denke das ich spätestens Anfang kommender Woche schlauer bin.

      PS.: Die Zylindertemperaturen sollten mit 270 Grad (250 ---> 270) OK sein.


      MfG Andreas
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    • Ups, ich denke aber das Ultramid A Typen PA 6.6 sind und die B-typen PA 6.

      Um aber das ganze Problem zusammenzufassen alles noch einmal auf Anfang.
      Eine unserer alten ARBURG 305 ECO machte in den letzten Jahren immer mehr Probleme beim Dosieren. Es wurde fast ausschließlich PA 6.6 GF 30 darauf verarbeitet. Gravierend wurden die Einzugsprobleme beim verarbeiten von reiner Originalware , bereits 5-10% MG erlaubten ein relativ stabiles dosieren. Wobei bereits zu dieser Zeit mit geringem Staudruck 10-15bar gefahren wurde.
      Im letztjährigen Sommer kam das komplette Aus. Schnecke und Zylinder waren total ausgewaschen und wurden gegen eine neue Garnitur getauscht. Diese ist beschichtet. Außerdem erhielt die Maschine eine neue Hydraulikpumpe.
      In den folgenden Monaten wurde wieder ausschließlich PA 6.6 GF30 verarbeitet mit dem bereits oben angeführten relativ niedrigen Staudruck.
      ( ´s lief ja immer so ;) ) Bis dann letzte Woche ein Artikel aus besagtem Ultramid B 3 WM 602 auf die Maschine kam. Nada---> nichts ging mehr.
      Dosieren per Hand ins Freie machte keine Probleme. Schalte ich allerdings auf Automatik um Stirbt die Drehzahl der Schnecke förmlich ab,
      bis zum faktischen Stillstand. In der jetzt vorhandenen Position der schnecke läst sich diese auch nicht im Handbetrieb zu irgendeiner Drehbewegung animieren. Dazu muß ich die Schnecke erst einmal zurückziehen und wieder nach vorn bewegen. Wenn ich jetzt dosiere schafft sich die Drehzahl aus Dem "Drehzahlkeller" langsam heraus um dann mit der eingestellten Drehzahl zu laufen.
      Da ich mit Ultramid A3WG6 vorher Null Einzugsprobleme hatte wurde als Versuch das Material probiert mit gleichem negativen Ergebniss.
      Dafür habe ich die Verarbeitungstemperatur auf wohlige 280-300 Grad erhöht. Die Flanschtemperatur lag bei ca. 60-70 Grad.
      Da ich mit meiner Weisheit am Ende war bin ich dann auf der Problemsuche im NET auf das Forum gestossen und fand in der Galerie ein Foto mit schnuckeligen Köteln die genau so aussahen wie bei mir( Schneckenuntermass). Also Schnecke mit Asaclean durchreinigen und ziehen. Nach dem reinigen von Schnecke und Zylinder optische Begutachtung und messen des Schneckendurchmessers mit dem Ergebniss 29.0-29,2mm . Unser Schlosser sagte daraufhin er wüsste aus sicherer Quelle das 10% Untermaß Schrott sind und 5% Grenzlastig.
      Das wären also 1,5mm bei einer 30er Schnecke. Ein am letzten Freitag in der Firma anwesender ARBURG Monteur wollte da nicht so recht mitgehen und war schon bei dem 1mm der Meinung "Die is´fertsch" <--meine Wortwiedergabe.
      Da unser Schlosser sich damit aber nicht zufriedengeben wollte hat er den Bock nochmals unter die "Lupe" genommen und besagtes Staudruckphänomen gefunden. Bei Eingabe Null Anzeige 80bar. Ich denke das er daraufhin das "rote Telefon" genommen hat und mit ARBURG gesprochen haben wird. Denn kurze Zeit später erklärte mir der Kollege das es an dem oder dem oder am Propventil liegen könnte. Die beiden "dem" Ventile sind gewechselt und ein Ergebniss gibbt auch ---> immer noch Nada --> Nüscht geht mehr. Das Propventil war allerding nicht sofort lieferbar und soll erst Morgen bei uns eintrudeln Ich drück mir schon einmal die Daumen das das der Fehler ist,da ja schon vorher der Hydromotor erneuert wurde. ( ?( bei den vielen neuen Ersatzteilen hat mein Maschinchen nun sicher MEHRWERT)
      Also bis die Tage.Ich hoffe das ich dann keinen Roman mehr schreiben muß.


      MfG Andreas
      "Man(n) muß nicht alles können. Doch wenigstens versucht sollte man es haben."
    • Hy Andreas 2903,

      Ich hoffe wir reden mit dem Staudruck von spezifischen Werten von 80 bar ? oder liegen da 80 bar Hydraulisch an ?

      Das gleiche Problem hatte ich mit LCP auch mal, da ging die Schnecke auch beim Dosieren in die Knie bis zum Stillstand, Schnecke vor und dann ging es wieder kurz. Temp erhöht Staudruck angepasst und noch ein paar andere sachen und lief wieder.

      Du denkst das deine Leckströmung zu groß ist bei deinem Problem, das zuviel unaufgeschmolzenes Granulat über die Schneckenstege zurückfließen kann, und sich dadurch die Drehzahl senkt ?

      Kenne deine Maschine nicht und ob und welches Untermaß der Schnecke zuläßig ist ?

      Würde auf das besagte Ersatzteil warten und dann nochmalig mit orginalen und dann ev.anderen Werten ( Drehzahl, Zylinder Temperatur, Spezifischen Staudruck ) einen Versuch starten.

      Hast du ein Datenblatt vom Material ? Überprüfe mal deine Zylinderheizungen ob da noch alle funktionieren, kann auch sein das eine kaputt ist, und gerade der Bereich von den anderen mitgeheitz wird, das wäre auch möglich als Ursache das deine Drehzahl sinkt.

      P.S Denke das du mit dem Mat das du hast schon auf über 300° gehen kannst, nur ob sich was ändert.

      mfg


    • @ Hummel

      Bis heute Morgen hätte ich Stein und Bein auf eine spezifischen Druck geschworen. Aber nein es ist der Hydraulische.

      Nun warten wir auf besagtes Propventil und dann ---> "Schau mer ma "

      MfG Andreas und allen ein Schönes WE
      "Man(n) muß nicht alles können. Doch wenigstens versucht sollte man es haben."
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    • servus Andreas,

      na gut, da hast du eine Fehlerquelle ja schon, der zu hohe hydraulische staudruck hat dir das ganze versaut, der hat nähmlich das material durch den schneckengang ( schneckenspiel ) durchgedrückt wieder nach hinten bis in den einzug, mit dem ganzen aufgeschmolzenen material. wirst sehen wenn normale werte wieder herschen gehts auch ohne einstellungsveränderung. mfg und gutes we
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    • Hallo,
      ich möchte dieses über 6 Jahre alte Thema noch einmal aufgreifen, denn die Diskussion über das Untermaß ist mir zu kurz gekommen.
      Praktisch kann ich den Schlosser bestätigen (10% ist Schrott, 5% ist grenzwertig - je nach dem was gemacht wird).
      Mit einer gezielten Anfrage beim Maschinenhersteller hatte ich keinen Erfolg. Ich habe nur über Umwege die Fertigungstoleranz herausbekommen.

      Bei welchem Untermaß tauscht ihr die Schnecke ?
    • M.E. ist eine Schnecke dann "fertsch", wenn sie für das damit zu verarbeitende Material nicht mehr funktioniert. Das Gleiche kann auch von der RS gesagt werden. Die Verarbeitbarkeit des Produktes hängt da dann von der Viskosität ab.
      Ich habe auch von einem deutschen Maschinenhersteller die "Fertigungstoleranzen für Zylinder und Schnecken 25mm" bekommen, allerdings mit dem deutlichen Vermerk 1.) nicht zur Weitergabe erlaubt und 2.) Achtung: Dieses sind auf keinenFall die Verschleißgrenzen! Diese müssen produkt – und fertigungsbezogen vonjedem Nutzer selbst festgelegt werden!

      Heißt letzten Endes:
      Habe ich ein Material, welches sehr dünnflüssig ist, kann die Schnecke, der Zylinder oder die RS schon bei minimalster Abnutzung nicht mehr für die Produktion funktionieren.
      Und: Man muss alle drei Bauteile gemeinsam betrachten.