HDT - Ölfrei

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    • HDT - Ölfrei

      Im Rahmen der Produktprüfungen werden bei uns auch HDT-Messungen durchgeführt (Wärmeformbeständigkeit). Wer mit den öltemperierten Messgeräten schon einmal gearbeitet hat, weiß, was für ein Schweinkram das auf Dauer ist.
      Ist irgend jemand hier, der entsprechende Messungen mit einem ölfreien Gerät durchführt? Mich würden Erfahrungen mit den Geräten und Namen bzw. Hersteller der Geräte interessieren. Ich habe bis jetzt nur CEAST gefunden, die mit einem fluidisierten Sandbad arbeiten. Gibt es noch andere???
      Bin für entsprechende Informationen sehr dankbar.
      MfG. petersj
    • Wieso Schweinkram?

      Also unser HDT/Vicat Prüfgerät funktioniert auch mit Silikon Öl aber rumsauen tut das nicht wirklich!
      Was habt ihr für eins? Hersteller usw. ?
      Unseres ist glaube ich von Karg bin mir aber nicht sicher werde heute Mittag mal gucken.
      Fluidisierten Sandbad oh das klingt ja teuer für einen Rheinraum ne Überlegung aber so?
      Wir benutzen die Köpfe unserer Zugstäbe reinlegen HDT/Vicat stempel und Programm auswählen und Start der zieht das ins Bad und kommt dann wieder hoch ist zwar ein bisschen öl dran juckt aber keinen :P !
      Ich würd nicht nach einer alternative der Flüssigkeit suchen, sondern nach dem gerät was nicht so rumsaut!
      mfg Compounder
    • Unsere Geräte (HDT und VICAT) sind uralt und von CEAST. Für VICAT haben wir inzwischen von Coesfeld sogenannte "Öko-Vicat-Geräte". Ganz ohne Öl oder Sand. Funktionieren sehr schön genau und zuverlässig. Bei HDT ist die Aufheizsituation ja aber anders. Die Stationen müssen von Hand ein- und ausgesetzt werden. Gut, es spritzt nicht durch die Gegend aber es leckt eben. Und Silikonöl macht fast alles schmierig und geht nur schlecht wieder abzureinigen. Ich gestehe: Das Problem sind eigentlich die Prüfer, die keine Lust haben das Öl wegzuwischen. Und das Alter der Messgeräte. Es gibt keine Ersatzteile mehr. Und da hinter jedem Kunststoff eine Spezifikation liegt, können wir wegen anderer Messergebnisse neuer Geräte nicht hunderte an Specs ändern (unsere Kunden würden uns lynchen. Vom Prüfaufwand mal ganz abgesehen). In großen Rundversuchen mit anderen großen Herstellern haben sich die Werte bestätigt und sind damit als "richtig" anzusehen. Wie gesagt: Vicat ist kein Problem, da haben wir einen super guten Ersatz gefunden. HDT ist am Kneifen.
      Mit Reinraum haben wir da kein Problem. Geprüft wird im Labor und das ist kein Reinraum. Aber das Problem mit dem fluidisierten Aluoxid-Sand kenn ich aus den Reinigungsbädern der Schlosserei. Deswegen frage ich ja: Hat jemand mit diesen Geräten Erfahrungen gemacht oder kennt jemand andere Geräte.
      Ausserdem versuchen wir, soviele Prüfungen wie möglich ohne umweltbelastende Stoffe (Lösungsmittel, etc) durchzuführen. Und da sollen die Ölgeräte auch langsam mal ersetzt werden - wenn möglich.
      MfG. petersj
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    • Ich möchte hierzu noch einmal ein entsprechendes Statement bringen.

      Wir haben uns also Ende 2011 dazu entschlossen tatsächlich, ein ölfreies Gerät der Firma CEAST zu kaufen. Auch, weil damit HDT-Prüfungen bis max. 500°C gefahren werden können. Das Gerät war einfach aufzustellen und zu installieren (Kühlwasser und Druckluft). Leichte Probleme gab es bei der Stromversorgung, aber auch das war schnell gelöst. Als Temperiermedium wird ein sehr feines Aluminiumoxid verwendet. Das Gerät (Anfang 2012 geliefert und in Betrieb genommen) lief gut 1/2 Jahr ohne Probleme. Dann war plötzlich die Heizung tot. Alle drei installierten Heizspiralen waren durchgebrannt und wurden auf Garantie ausgetauscht. Das Gerät lief dann wieder ein paar Wochen, bis wir feststellten, dass das ALo aus dem Temperierbad lief. Darauf hin wurde das Gerät komplett vom Werk zurück genommen und wir bekamen ein neues. Was auch nicht in der Bedienungsanleitung stand, war, dass der Kühlwasserrücklauf absolut drucklos zu gestalten war. Die aufstellenden Werksmonteure hatten auch kein Veto eingelegt und unsere Leitung akzeptiert und für gut befunden. Das ablaufende Kühlwasser durfte also nicht durch ein unter der Decke (3,5m Höhe)verlaufende Leitung zum Kühlaggregat zurückgeführt werden. Ideal währe ein Bodenablauf (Gulli) gewesen. Dann hat man aber einen extremen Wasserverbrauch. Mit einer entsprechenden kleinen Pumpstation lösten wir dann aus dieses Problem.

      Seit etwa 1 Jahr läuft dieses Gerät nun 6Tage die Woche in 2 Schichten nahezu einwandfrei. Bis auf kleine Schwierigkeiten bei der Suberhaltung durch die Prüfer. Der feine Sand führt immer wieder zu Blockaden der Messstifte, wenn nicht nach oder vor jeder Messung alles penibel entstaubt wird. Ansonsten muss ich zugeben: Für einen Reinraum definitiv nicht geeignet. Es wird aber nicht gnadenlos alles vollgestaubt. Wir sind zufrieden, auch wenn der Einstieg nicht hundertprozentig lief. Die Akzeptanz gegenüber den Geräten mit Öl ist auf jeden Fall sehr hoch.
      MfG. petersj
    • Nachtrag:
      Es ist jetzt Ende August 2017.
      Das HDT-Ölfrei ALOxid 500 von Ceast läft 1a. Bisher keine Reparaturen bei 6/24 Betrieb. Wichtig beim Bestücken ist SAUBERKEIT. Dann hält sich auch die Staubemission in akzeptablen Grenzen. Ein Staubsauger ist aber Pflicht bei der Bestückung. Das dabei abgesaugte ALoxid kann später problemlos wieder durch ein Sieb ins Temperierbad gegeben werden. Ansonsten Top.
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    • Da wir einige Produkte haben, die an die 280° bzw teilweise inzwischen sogar darüber gehen, mussten wir uns was einfallen lassen. In Datenblättern macht sich ein >260°C nicht wirklich gut - sieht geschätzt aus. Außerdem schlagen sich die Dämpfe in der ganzen Umgebung nieder und verölen allen. Die angesprochene "Ungenauigkeit" können wir nicht bestätigen. Das haben wir selbstverständlich getestet (vor dem Kauf).