Prüfmittelsoftware

    • Prüfmittelsoftware

      Hallo, mich würde mal interessieren, welche Software Ihr in euren Betrieben einsetzt, um die qualitätsrelevanten Messmittel zu überprüfen.

      Ich würde mich über ein paar Meinungen sehr freuen!

      Nachtrag:

      Habe soeben eine Software im Netz gefunden, SQUIM! Kennt das jemand?
      Hier der Link!

      squim.net/
      MfG

      qs
      (Moderator)
    • RE: Prüfmittelsoftware

      Ich denke, dass man nicht unbedingt eine entsprechende Software kaufen muss. Eine Listung der Prüfmittel mit entsprechenden Soll- und istwerten kann sehr einfach in EXCEL gemacht werden. Wir haben als Betriebssystem für den Mailversand und für hausinterne Datenbanken Lotus Notes. Das bietet die Möglichkeit entsprechende Datenbanken für Kalibrierung und Wartung zu erstellen. Hier können auch Dateien wie aus EXCEL eingebaut werden. Alles läuft auch über den Kalender. So wird man rechtzeitig über anstehende Kalibrierungen und Wartungen informiert (per Mail). Von den alten heiss geliebten Stecktafeln zur visualisierung der Termine haben wir meilenweit Abstand genommen, weil sie nicht unnachgiebig genug waren. Sie sind so zu sagen "korupt".
      Geprüft werden die Prüfmittel mit entsprechen geeichten oder kalibrierten höherwertigen Prüfmitteln (mindestend eine Genauigkeitsklasse höher). Diese sogenannten "Normale" werden in entsprechenden DKI akreditierten Instituten überprüft, kalibriert und evtl. auch geeicht.
      MfG. petersj
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    • Gut, ist schon ewig her, dass dieses Thema erstellt wurde, aber es bleibt eigentlich für Zertifizierungen immer aktuell.

      Da unsere Lotus Notes Datenbanken langsam einen "overflow" haben - besonders die für Kalibrierung und Wartung - wurde von einigen Schlauen bei uns der Wunsch nach einer neuen Anwendung laut. Da wir für alles Kaufmännische, sowie für die Rezeptierung und Prüfung und auch viele andere sinnvolle und sinnlose Verwaltungsaufgaben sowieso schon SAP - verseucht sind, beschloß man das PM-Modul für Wartung und Kalibrierung zu installieren. Während man in Notes eigentlich nur eine Seite braucht um eine Anlage anzulegen, sind alleine die Vorbereitungen zum Erstellen einer Anlage in SAP und die Verknüpfung mit entsprechenden Wartungsplänen, Wartungsanlagen, Arbeitsplätzen, Werken etc mindesten 10 "Transaktionen" (und damit fast 20 Seiten, weil man immer schön scrollen muss) wert. Selbst mit entsprechendem "Customising" (ist ja eine deutsche Software, merkt man auch an der behördenmäßigen Handhabbarkeit und den Begrifflichkeiten) - heißt: Anpassen für eine wirkliche Nutzungsfähigkeit - ist eine drittklassig schlecht gemachte EXCEL-Tabelle 1000mal übersichtlicher als SAP. Gut, man könnte natürlich schön mit Werten und Zeiten alles hinterlegen, hinterfragen und auswerten. Das bringt dann aber noch mal schnell ein paar Seiten. Das soll aber erstmal nicht gemacht werden - ist aber auch schon mal installiert worden.

      Wir sind nun für dieses Modul 3 "Keyuser" (wegen deutscher Software, englische Schlüsselinhaber) die das System betreuen und rechnen mit ca 1 Jahr Übertragungsdauer, bis die Geschichte in SAP einigermaßen läuft. Gottseidank läuft Notes erstmal parallel mit.

      Es macht allso nicht alles wirklich Sinn. Vorallem meine ich, dass eine kaufmännische Software nichts für eigentlich mechanische Kontrollorgane ist. Da ist einiges an der Wirklichkeit vorbeientwickelt worden. Aber zurückrudern will natürlich jetzt auch keiner mehr.
      MfG. petersj
    • RE:Prüfmittelsoftware

      Servus!
      Wir verwenden Babtec. Allerdings wird es hauptsächlich zur Verwaltung von EMPB's verwendet. Die Prüfmittelüberwachung gibt es als optionales Modul. Es gibt auch die Möglichkeit der bidirektionalen ( Austausch der Daten in beide Richtungen) Integration in SAP. Je nach Bedarf kann man das Programm um zusätzliche Module erweitern.
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    • Ich möchte zu diesem Thema mal einen kurzen Statusbericht bezüglich SAP-PM-Modul geben.
      Die funktionsfähige Einführung im Hauptstandort bei uns in HH dauerte dann doch 2 Jahre. Es wurden dann auch noch einige weitere Mitarbeiter eingearbeitet, weil schnell klar wurde, dass das für uns drei Hauptakteure einfach zu viel wurde. Denn am Anfang sollte das alles "nebenbei" "mal eben" stattfinden. Mittlerer Weile hat der Betrieb (Produktion/Technikum/Hausverwaltung) für diese Geschichte sogar eine Person ganz frei gestellt - nur für den Schreibkram! Die Anlagen und Geräte der Produktionskontrolle und die Prüfmittelüberwachung laufen weiterhin "nebenbei" durch einen Kollegen und mich. Im neu aufgebauten Werk in China haben wir das dann gleich von Anfang an mit eingeführt. Das war dann wesentlich einfacher. Andere Werke tun sich da wesentlich schwerer, weil die es einfach nicht "wollen". Aber sie kommen nicht frei, auch wenn sie nun schon seit 4 Jahren dabei sind.
      Fazit: Also "nebenbei" kann man getrost vergessen. Und der Initiator der ganzen Geschichte hat sich still und heimlich etwas anderem gewitmet, als er merkte, dass die Sache doch ein wenig größer wurde.